Stolpersteine
Highlights
- In Stadthagen erinnert die Wanderausstellung „entrechtet – vertrieben – ermordet“ an NS-Opfer.
- Die Ausstellung stellt Menschen vor, die aus politischen, religiösen oder rassischen Gründen verfolgt wurden.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Stolpersteine in Stadthagen
Die Stolpersteine in Stadthagen sind ein bedeutendes kulturelles Denkmal, das die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum sichtbar macht. Diese Gedenktafeln dienen als Mahnung an die Menschen, die aus rassistischen, ideologischen, politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder eugenischen Gründen verfolgt wurden. Sie bilden eine physische Verbindung zu den Schicksalen derjenigen, die in der Region Schaumburg systematisch entrechtet, vertrieben oder ermordet wurden.
Die Auseinandersetzung mit diesen Schicksalen wird in Stadthagen durch verschiedene Bildungs- und Gedenkangebote ergänzt. So gibt es eine Wanderausstellung mit dem Titel „entrechtet – vertrieben – ermordet“, die exemplarisch Menschen vorstellt, die Opfer der NS-Zeit wurden. Diese Ausstellung ist sowohl digital einsehbar als auch für Schulen und interessierte Gruppen entlehnbar, um das Bewusstsein für die historischen Verbrechen zu schärfen.
Ein zentraler Ort der Erinnerung in Stadthagen ist zudem die Synagoge, die als Ausstellungsraum dient. In einer dortigen Dauerausstellung wird die Geschichte der Juden in Stadthagen und im Landkreis Schaumburg detailliert dargestellt. Die Besucher finden dort wichtige Informationsquellen zum Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Religion. Ein besonderes Exponat im restaurierten Thoraschrein ist eine originale Thorarolle von Erwin Rautenberg, die die religiöse Tradition des Judentums repräsentiert.
Die pädagogische Arbeit zur Aufarbeitung dieser Geschichte wird durch Kooperationen vorangetrieben, wie etwa durch das Ratsgymnasium Stadthagen und entsprechende Fördervereine. Diese engagieren sich unter anderem durch die Organisation historisch-politischer Studienreisen nach Auschwitz/Oświęcim, Krakau und Wien, um die Verbindung zwischen den lokalen Gedenkstätten wie den Stolpersteinen und den großen Orten des Holocausts herzustellen.