Heubruchwiesen bei Eschenstruth
Highlights
- Die Heubruchwiesen bei Eschenstruth sind ein FFH-, Natur- und Landschaftsschutzgebiet in Helsa und Söhrewald.
- Das Schutzgebiet umfasst 51,45 Hektar Naturschutzfläche und 40,66 Hektar Landschaftsschutzfläche.
- Es beherbergt magere Flachland-Mähwiesen, Borstgrasrasen und Hainsimsen-Buchenwälder.
Tipps
- Das Gelände umfasst magere Flachland-Mähwiesen und Borstgrasrasen, ideal für seltene Pflanzenarten.
- Der Männerwasser durchfließt das Tal und bietet entlang der Ufer weichholzige Auwaldstrukturen.
- Ehemalige Basaltsteinbrüche im Norden sind heute teilweise bewaldet und botanisch interessant.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Heubruchwiesen bei Eschenstruth Helsa
Die Heubruchwiesen bei Eschenstruth im hessischen Helsa sind ein bedeutendes Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiet im Landkreis Kassel. Sie liegen südöstlich von Kassel im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land und erstrecken sich über ein Wiesental in der Söhre. Das Areal gehört sowohl als Naturschutzgebiet (51,45 Hektar) als auch als Landschaftsschutzgebiet (40,66 Hektar), wobei beide Gebiete direkt aneinander grenzen. Ein Großteil des Schutzgebiets ist zudem als FFH-Gebiet („Heubruchwiesen bei Eschenstruth“) mit einer Fläche von rund 92,4 Hektar ausgewiesen. Die Schutzverordnung trat an die Stelle der Landschaftsschutzverordnung für den Naturpark Meißner-Kaufunger-Wald und unterstreicht die besondere ökologische Bedeutung des Gebiets.
Geprägt wird das Landschaftsbild vor allem von Grünländern, darunter magere Flachland-Mähwiesen sowie kleinflächige, artenreiche montane Borstgrasrasen. Teilweise sind auch Waldflächen mit Hainsimsen-Buchenwäldern in die Schutzgebiete einbezogen. Das Männerwasser, ein Bach, der etwas oberhalb der Schutzgebiete entspringt, durchfließt das Wiesental und wird von Auwald begleitet. Im Norden des Gebiets befinden sich ehemalige Basaltsteinbrüche, die heute vielfach durch natürliche Sukzession bewaldet sind. Diese Steinbrüche bieten Lebensräume für seltene Pflanzenarten und stellen eine Besonderheit innerhalb des Schutzgebiets dar.
Die artenreiche Flora der Heubruchwiesen umfasst typische Wiesenpflanzen wie Rotschwingel, Rotes Straußgras, Scharfer Hahnenfuß, Gamander-Ehrenpreis, Spitzwegerich, Rundblättrige Glockenblume sowie verschiedene Orchideenarten wie die Zweiblättrige Waldhyazinthe und das Gefleckte Knabenkraut. In den Borstgrasrasen siedeln unter anderem Arnika, Dreizahn und Rotstängelmoos. Am Männerwasser finden sich typische Auwaldbewohner wie Großes Springkraut, Waldschachtelhalm und Echtes Mädesüß. Auch in den ehemaligen Steinbrüchen haben sich Pflanzengesellschaften etabliert, darunter Froschlöffel, Flutender Schwaden und verschiedene Seggenarten. Die Buchenwälder beherbergen unter anderem Pillensegge, Drahtschmiele und Heidelbeere.
Die Heubruchwiesen bieten zudem Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter seltene Schmetterlinge wie der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, der Braunfleckige Perlmuttfalter und das Hornklee-Widderchen. Besonders erwähnenswert ist das Wald-Wiesenvögelchen, das hier sein letztes bekanntes Vorkommen in Hessen hatte. Diese Artenvielfalt unterstreicht die herausragende Bedeutung des Gebiets für den Naturschutz in der Region. Obwohl einzelne Flurstücke weiterhin ackerbaulich genutzt werden, steht der Erhalt der natürlichen Lebensräume im Vordergrund der Schutzbestimmungen.
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Häufige Fragen zu Heubruchwiesen bei Eschenstruth
Wo befinden sich die Heubruchwiesen bei Eschenstruth?
Quelle: wikipedia
Welche Schutzstatus haben die Heubruchwiesen bei Eschenstruth?
Quelle: wikipedia
Welche Flora ist in den Heubruchwiesen verbreitet?
Quelle: wikipedia
Wie groß sind die Schutzgebiete bei Eschenstruth?
Quelle: wikipedia