Christoph Mimberg
Highlights
- Christoph Mimberg betreibt seit 1900 einen Kalkofen in Sundern-Hachen für hochwertigen Baustoffkalk.
- 1930 und 1958 entstanden zwei Brechanlagen für Splitte und Terrazzo-Industrie – die zweite läuft noch heute.
- Fertige Produkte werden gelagert und direkt zum Kunden geliefert.
Tipps
- Die historische Kalkbrennerei aus der Zeit um 1900 zeigt originale Bauweise und industrielle Technik aus der Frühphase der Steinbruchgeschichte.
- Die zweite Brechanlage aus dem Jahr 1958 wird bis heute für die Herstellung von Splitt genutzt und bietet Einblicke in moderne Steinverarbeitung.
- Ein Lagerbereich stellt die Vielfalt der produzierten Materialien wie Kalk, Splitt oder Terrazzo-Splitt für Bau- und Landwirtschaftszwecke aus.
Eigenschaften
Bergwerkserlebnis Christoph Mimberg Sundern-Hachen
Ursprünglich als Kalksteinabbaugebiet genutzt, entwickelte sich der Standort im frühen 20. Jahrhundert zu einem zentralen Produktionsstandort für hochwertigen Kalk. Die hier gewonnenen Rohstoffe dienten vor allem der Bauindustrie und der Landwirtschaft, etwa als Düngemittel oder für Mauermörtel.
Ein zentraler Meilenstein der Geschichte des Christoph Mimberg war der Bau eines Kalkofens um die Jahrhundertwende. Dieser ermöglichte die Herstellung von gebranntem Kalk, der aufgrund seiner Qualität weit über die Region hinaus nachgefragt wurde. Später, in den 1930er Jahren, folgte die erste Brechanlage, die den Abbau für die aufstrebende Terrazzo-Industrie nutzbar machte. Die Technologie wurde kontinuierlich modernisiert, sodass heute noch eine der beiden Brechanlagen – errichtet 1958 – im Einsatz ist.
Der Steinbruch verbindet industrielle Vergangenheit mit natürlicher Landschaft: Die umliegenden Felsformationen und Abbaugruben prägen das Gelände und bieten Einblicke in die geologischen Besonderheiten des Sauerlandes. Besonders für Geologie-Interessierte oder Geschichtsbegeisterte ist der Ort ein spannendes Ausflugsziel, das die Entwicklung der regionalen Rohstoffwirtschaft veranschaulicht. Die direkte Nähe zu anderen historischen Industrieanlagen im Sauerland macht den Besuch zu einem lohnenden Erlebnis für alle, die Technik und Natur verbinden möchten.
Ob als Ort der Arbeit oder als Zeugnis regionaler Handwerkskunst – der Christoph Mimberg steht für die Verbindung von Tradition und Innovation. Die hier gewonnenen Materialien prägten nicht nur die Infrastruktur der Umgebung, sondern tragen bis heute zur Versorgung von Bauprojekten bei. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Fachleute, sondern auch für alle, die die Geschichte des Sauerlandes hautnah erleben wollen.