Höhle

Heinrichshöhle

Felsenmeerstraße 7, 58675 Hemer

Highlights

  • Die Heinrichshöhle ist eine 320 Meter lange Tropfsteinhöhle im Stadtteil Sundwig von Hemer und Teil des Perick-Höhlensystems.
  • Sie wurde 1903 bis 1905 als Schauhöhle ausgebaut und ist elektrisch beleuchtet, mit über 20 Meter hohen Spalten im devonischen Kalk.

Tipps

  • Die Heinrichshöhle ist nur im Rahmen einer Führung zugänglich, daher sollte man die Öffnungszeiten vorab prüfen.
  • Der Eintritt beträgt 6 Euro und beinhaltet eine informative Führung durch den 320 Meter langen Tropfsteinbereich.
  • Hunde sind auf den Wegen zur Höhle sowie in der Höhle selbst erlaubt, eine telefonische Absprache ist jedoch empfehlenswert.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Heinrichshöhle

Die Heinrichshöhle ist eine eindrucksvolle Tropfsteinhöhle im Stadtteil Sundwig der Stadt Hemer im Märkischen Kreis. Mit einer begehbaren Länge von rund 320 Metern gehört sie zum größeren Perick-Höhlensystem, das insgesamt über 3,5 Kilometer an Ganglänge umfasst. Die Höhle ist elektrisch beleuchtet und für Besucher zugänglich, wobei der Eintritt nur im Rahmen einer Führung möglich ist. Diese wird vom Verein „Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Sauerland/Hemer e. V.“ organisiert, der sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den Erhalt und die Erforschung der Höhle engagiert. Die Führung erstreckt sich auf etwa 300 Meter des Höhlenstollens und bietet einen spannenden Einblick in die unterirdische Welt mit ihren vielfältigen Tropfsteinformationen.

Die Entstehung der Heinrichshöhle liegt im mitteldevonischen Massenkalk, der vor rund 380 bis 400 Millionen Jahren als Korallenriff entstand. Die Höhle weist ein typisches Flusshöhlenprofil auf und verfügt über beeindruckende Spalten und Klüfte von bis zu 20 Metern Höhe. Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich hier reiche Versinterungen, darunter Stalagmiten, Stalaktiten, Sinterfahnen und Terrassen. Besonders sehenswert ist das ausgestellte Skelett eines Höhlenbären, das an die eiszeitliche Bedeutung der Höhle erinnert. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden hier zahlreiche Knochenreste eiszeitlicher Säugetiere entdeckt, was die Heinrichshöhle zu einer der knochenreichsten oberpleistozänen Fundstellen Europas macht.

Der Zugang zur Heinrichshöhle erfolgt über einen kurzen, gut ausgebauten Weg vom nahegelegenen Parkplatz aus. Von dort führt ein etwa 100 Meter langer Fußweg über die Felsenmeerstraße, gefolgt von einem weiteren ca. 100 Meter langen, gekennzeichneten Weg und einer kurzen Treppe zum Höhleneingang. Die Umgebung der Höhle ist landschaftlich reizvoll und bietet auch weitere geologische und kulturelle Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe, darunter das Felsenmeermuseum sowie die Alte Höhle und die Prinzenhöhle. Die nahegelegene Dechenhöhle westlich sowie die Reckenhöhle östlich ergänzen das Angebot der regionalen Schauhöhlenlandschaft.

Die Heinrichshöhle ist ganzjährig geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren. Gruppenführungen sind nach Terminabsprache möglich, insbesondere für Schulklassen oder größere Besuchergruppen. Der Eintritt ist vergleichsweise günstig, wobei ermäßigte Preise für Kinder und Jugendliche gelten. Vor dem Besuch sollten Besucher warme Kleidung mitbringen, da die Höhlentemperatur das ganze Jahr über bei etwa 10 Grad Celsius liegt. Die Führung ist barrierearm gestaltet, sodass auch Familien mit Kindern sowie Hundebesitzer die Höhle problemlos besuchen können. Mit über 3.800 Bewertungen und einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen gehört die Heinrichshöhle zu den besonders beliebten und empfohlenen Ausflugszielen in der Region.

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