Denkmal/Gedenkstätte

Gefallenendenkmal

Im Sundern 1, 30966 Hemmingen-Arnum

Highlights

  • Das Mausoleum für Graf Carl von Alten in Hemmingen-Arnum ist die einzige bekannte Zusammenarbeit der Architekten Laves und Hase.
  • Es wurde 1840 im neugotischen Stil als Grabstätte für den preußisch-britischen General errichtet.
  • Das Denkmal steht auf einer künstlichen Insel im ehemaligen Park der Gutsanlage Sundern.

Tipps

  • Das Mausoleum ist inmitten des Naturschutzgebiets Sundern gut zu Fuß erreichbar, lohnt sich als kleiner historischer Spaziergang.
  • Die Ruine des neugotischen Mausoleums wurde von Georg Ludwig Friedrich Laves entworfen, ein Besuch lohnt besonders für Architekturinteressierte.
  • Der Zustand des Denkmals ist seit Jahren instabil, der Erhalt wird durch ehrenamtliches Engagement unterstützt.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Gefallenendenkmal

Das Gefallenendenkmal in Hemmingen-Arnum, gelegen im Naturschutzgebiet Sundern, ist ein historisches Baudenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung. Ursprünglich als Mausoleum für den hannoversch-britischen General Graf Carl von Alten im Jahr 1840 errichtet, zählt es heute zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen neugotischen Bauens in der Region. Die Anlage wurde von Georg Ludwig Friedrich Laves entworfen und in Zusammenarbeit mit Conrad Wilhelm Hase realisiert, was sie zu einer seltenen architektonischen Kooperation der führenden hannoverschen Baumeister des 19. Jahrhunderts macht.

Das Denkmal steht auf einer künstlich angelegten Insel mitten im Wald und war ursprünglich Teil einer ehemaligen Gutsanlage. Der einfache, kubische Baukörper aus unverputztem Backstein zeigt charakteristische Merkmale des neugotischen Stils: hohe, fialenartige Ecktürme, Bogenfriese an den Traufen sowie ein Rundfenster mit hölzernem Maßwerk. Besonders bemerkenswert ist die handwerkliche Qualität der Bauteile, darunter individuell geformte Backsteine und kunstvolle Verzierungen, die unter großem Aufwand gefertigt wurden. Die Konstruktion spiegelt den damaligen Wandel in der Wahrnehmung von Backstein wider – weg vom bloßen Surrogat hin zu einem geschätzten Baumaterial für repräsentative Bauten.

Das Mausoleum verlor im Laufe der Jahrzehnte an Substanz, da die umliegenden Gebäude der ehemaligen Gutsanlage abgerissen wurden und die Anlage zunehmend dem Verfall anheimfiel. Heute sind nur noch Teile der Mauern und Reste der architektonischen Ausstattung erhalten. Dennoch bleibt der Ort ein stilles Zeugnis der preußisch-deutschen Geschichte und des architektonischen Engagements des 19. Jahrhunderts. Ein örtlicher Verein engagiert sich aktiv dafür, den weiteren Verfall einzudämmen und die Reste des Denkmals zu erhalten.

Der Standort im Naturschutzgebiet macht das Gefallenendenkmal zu einem abgelegenen, ruhigen Ort, der sowohl für Spaziergänge als auch für geschichtsinteressierte Besuche geeignet ist. Die abgelegene Lage verleiht dem Denkmal eine besondere Atmosphäre, die den Besucher in eine andere Zeit entführt. Gäste berichten von einer stimmungsvollen Ruhe und der Faszination, an einer fast vergessenen architektonischen und kulturellen Zeugnishaftigkeit teilzuhaben. Die Kombination aus historischem Wert, Naturnähe und architektonischer Eigenständigkeit macht diesen Ort zu einem bemerkenswerten Ausflugsziel in der Region Hannover.

Bewertungen

4,3 (1) 4.3 aus 1 Bewertung (Google)

Auf Google

4,3 (1) 4.3 · 1 Bewertung auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…