Steinernes Ross, Steinerner Gaul, Grenzmarke der Karolinger
Highlights
- Das steinerne Ross ist ein Felsgebilde in Hemsbach und wurde 805 als Grenzmarke der Karolinger urkundlich erwähnt.
- Es liegt nahe einem Kultstein mit Mulde, vermutlich aus heidnisch-fränkischer Zeit.
- Das Denkmal gilt als Zeugnis frühmittelalterlicher Territorialmarkierung am ehemaligen Karolingerreich.
Tipps
- Das Steinernes Ross liegt idyllisch im Wald an einer Wegkreuzung und lädt auf einer Bank zum Verweilen ein.
- Der historische Grenzpunkt ist gut zu Fuß erreichbar und bietet eine schöne Fotogelegenheit.
- Ein früher Besuch lohnt sich, da der Parkplatz klein und schnell belegt ist.
Eigenschaften
Über Steinernes Ross, Steinerner Gaul, Grenzmarke der Karolinger
Das „Steinerne Ross“, auch „Steinerner Gaul“ genannt, ist eine historische Grenzmarke in Hemsbach, die bereits in karolingischer Zeit erwähnt wird. Das Felsgebilde liegt an einer Wegkreuzung im Wald und erinnert in seiner Form mit etwas Phantasie an ein liegendes Pferd mit Fohlen. Es gilt als eine der ältesten dokumentierten Grenzmarken der Region und wurde bereits im frühen Mittelalter als solche anerkannt und beschrieben.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Zusammenhang mit einer Grenzfestlegung im Jahr 805 durch Karl den Großen für das Heppenheimer Kirchspiel. Diese Entscheidung fand Niederschlag in einer Steinurkunde, die sich heute im Nordturm der St. Peterskirche in Heppenheim befindet. Auf dieser Tafel, die vermutlich im 12. Jahrhundert entstand, wird das Felsgebilde als „Stennen Roß“ bezeichnet und somit als markanter Grenzstein im damaligen Territorium der Karolinger verzeichnet.
Das steinerne Denkmal liegt idyllisch im Wald und lädt mit seiner ruhigen Umgebung zum Verweilen ein. Eine Bank direkt vor Ort ermöglicht es, die natürliche Umgebung zu genießen. Der kleine Parkplatz am Standort sollte jedoch frühzeitig angesteuert werden, da er nur über begrenzte Stellplätze verfügt. Die Umgebung ist geprägt von Wald und Wiesen, was sie zu einem idealen Ausflugsziel für Natur- und Geschichtsinteressierte macht.
In unmittelbarer Nähe des Steinernen Rosses befindet sich auf einer kleinen Kuppe ein weiterer auffälliger Stein, der durch eine eingearbeitete Mulde auffällt und als Kult- oder Hexenstein interpretiert wird. Diese Kombination aus historischer Grenzmarkierung und möglicher kultischer Nutzung unterstreicht die besondere Bedeutung des Ortes in früheren Epochen. Die enge Verknüpfung zur karolingischen Geschichte macht das Denkmal zu einem kulturhistorischen Zeugnis von regionaler Bedeutung.