Fatimakreuz
Highlights
- Die Fatimakapelle in Schillingen wurde 1931/32 als Bildstock errichtet und später zu einer Grotte mit Statue umgebaut.
- Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand durch Spenden die heutige Stein-Kapelle, die 1951 eingesegnet wurde.
- Seit 1972 ist die Kapelle im Besitz der Kirchengemeinde und bleibt eine Stätte der Einkehr und des Pilgerns.
Tipps
- Die Fatimakapelle ist gut zu erreichen und liegt abseits vom Dorfzentrum im Waldgebiet.
- Parken ist an der nahegelegenen Spießbratenhalle möglich, der Weg zur Kapelle dauert etwa zwei Minuten.
- Die Kapelle ist eine gepflegte Wallfahrtsstätte mit Gedenkcharakter und eignet sich zum Verweilen und Beten.
Eigenschaften
Über Fatimakreuz
Die Fatimakapelle in Schillingen im Landkreis Trier-Saarburg ist eine von einem Privatmann errichtete sakrale Gedenkstätte, die bis heute eine wichtige Rolle für die lokale Gemeinschaft und Einzelpilger einnimmt. Sie entstand an einem abgelegenen Waldplatz, etwa zwei Kilometer vom Ortskern entfernt, und entwickelte sich aus einem einfachen Bildstock zur heute gut erhaltenen Kapelle. Ursprünglich errichtet, um in einer Zeit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Not einen Ort der Andacht zu schaffen, wurde sie im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil der regionalen Religiosität.
Die Anfänge reichen in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurück, als der Schillinger Landwirt Johann Werner einen Bildstock zu Ehren der Muttergottes errichtete. An diesem betete er regelmäßig den Rosenkranz, und bald schlossen sich ihm weitere Dorfbewohner an. Nach seinem Tod im Jahr 1933 wurde der Bildstock durch eine Grotte aus Steinen ersetzt, in der später eine Statue der „Lieben Frau von Fatima“ aufgestellt wurde. Diese Statue stammt aus Fatima in Portugal und verleiht der Kapelle bis heute ihren Namen. Die eigentliche Kapelle aus massiven Steinen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit Spenden von Johann Werners in die USA ausgewanderten Töchtern errichtet und feierlich im Jahr 1951 eingeweiht.
Die Fatimakapelle ist in ein idyllisches Waldgelände eingebettet und bietet eine ruhige Atmosphäre für Besucher, die sich zurückziehen, beten oder einfach nur verweilen möchten. Eine Infotafel vor Ort informiert über die Geschichte der Kapelle. Die Stätte ist gepflegt und verfügt über eine Sitzgelegenheit mit Tisch, die es erlaubt, die stille Umgebung wahrzunehmen und zu genießen. Der Zugang ist einfach zu bewältigen, und ein kurzer Spaziergang von wenigen Minuten führt vom nahegelegenen Parkplatz an der Spießbratenhalle direkt zur Kapelle. Die Umgebung ist auch Teil eines Wald-Rundwegs, der weitere Erholung und Naturerlebnis ermöglicht.
Die Kapelle steht unter dem Patronat der Kirchengemeinde Schillingen und wird regelmäßig von Pilgern und stillen Besuchern aufgesucht. Sie ist ein Beispiel für private Initiative und gläubige Tradition, die über Jahrzehnte hinweg gepflegt wurde. Die sakrale Architektur und die einfache, denkmalgeschützte Ausstattung vermitteln einen Eindruck von Bescheidenheit und Andacht. Die Lage im Grünen macht die Stätte zu einem ruhigen Refugium fernab des Alltags.