Denkmal/Gedenkstätte

Schildmauer

89568 Hermaringen

Highlights

  • Die Schildmauer der Güssenburg in Hermaringen ist rund 47 Meter lang und bis zu 3,4 Meter breit.
  • Sie wurde um 1350 errichtet und ist teilweise eingestürzt, mit Resten des ehemaligen Außentores im Westen.
  • Die Mauer dient heute als bedeutendes Ruinenzeugnis der mittelalterlichen Burganlage.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schildmauer

Die Schildmauer in Hermaringen ist ein eindrucksvoller Rest der ehemaligen Burg Güssenburg, die hoch über dem Brenztal auf dem Schlossberg thront. Diese mächtige Bruchsteinmauer zählt heute zu den bedeutendsten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher, die sich für mittelalterliche Burgen und lokale Geschichte interessieren. Die gut erhaltene Struktur der Schildmauer sowie der benachbarte Bergfriedstumpf zeugen noch heute von der ehemaligen Größe und strategischen Bedeutung der Anlage.

Die Burg Güssenburg wurde vermutlich im frühen Mittelalter erbaut und diente als Stammsitz des einflussreichen Rittergeschlechts der Herren von Güssenberg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und verstärkt, darunter auch der Bau der Schildmauer, die als Teil der Burgverstärkung im späteren Mittelalter errichtet wurde. Die Mauer hat eine Länge von rund 47 Metern und eine Breite von bis zu 3,40 Metern. Sie bildet ein ehemaliges Verteidigungselement, das den Zugang zur Burg sicherte. Heute sind Teile der Mauer noch erhalten, während andere Abschnitte im Laufe der Zeit eingestürzt sind.

Nach dem Niedergang des Geschlechts der Güssen gelangte die Burg in den Besitz verschiedener Adelshäuser, ehe sie im Jahr 1449 während des sogenannten „Städtekriegs“ durch Truppen aus Ulm, Giengen und Lauingen zerstört wurde. Danach wurde die Anlage nicht mehr aufgebaut und verfiel allmählich. Im Jahr 1709 kam die Ruine samt zugehörigem Wirtschaftshof in den Besitz der Gemeinde Hermaringen. In den 1970er Jahren erfolgte eine erste Konservierung der Überreste, gefolgt von umfassenden Sanierungsarbeiten durch den örtlichen Burgverein zwischen 1981 und 1998. Seitdem ist die Güssenburg ein fester Bestandteil der „Straße der Staufer“ und zieht mit ihren markanten Ruinen jährlich zahlreiche Besucher an.

Die Schildmauer ist über einen breiten Halsgraben vom restlichen Gelände getrennt und bildet zusammen mit dem Bergfriedstumpf das Hauptareal der erhaltenen Burganlage. Die Innenseite der Mauer zeigt qualitativ hochwertiges Mauerwerk, das bis heute gut erhalten ist. Von der ehemaligen Hauptburg sind heute nur noch Geländespuren und Schuttwälle zu erkennen. Der quadratische Bergfried ragt noch etwa sechs Meter hoch auf und bietet einen kleinen Einblick in die einstige Architektur der Burg. Vor Ort gibt es eine Infotafel, die interessierten Besuchern Hintergründe zur Geschichte der Burg, ihrer Besitzer und ihrer Zerstörung vermittelt.

Der Weg zur Schildmauer ist gut begehbar und nicht weit vom Ortskern Hermaringens entfernt. Ein Parkplatz beim SSV Hermaringen dient als Ausgangspunkt für den kurzen Spaziergang entlang eines Feldweges. Obwohl es auf dem Gelände weder Sitzgelegenheiten noch gastronomische Einrichtungen gibt, lockt die malerische Lage und die historische Atmosphäre viele Besucher an. In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem eine Grillstelle, die den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde macht. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,3 von 5 Sternen bei über 300 Bewertungen zählt die Schildmauer zu den besonders sehenswerten Kulturdenkmälern im Landkreis Heidenheim.

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