Denkmal/Gedenkstätte

Lindenstein

66620 Nonnweiler

Highlights

  • Der Lindenstein erinnert an den 1800 ermordeten Gerichtsbeamten Anton Linden.
  • Der Gedenkstein steht seit 1986 an der ehemaligen B 52, heute L 149/151.
  • Die Inschrift trägt das Datum 17. Ventose aus dem französischen Revolutionskalender.

Tipps

  • Der Gedenkstein befindet sich direkt an der ehemaligen B 52, heute L 149 bzw. L 151, zwischen Nonnweiler und Hermeskeil.
  • Der Stein ist eine Kopie von 1986, das Original ist im Heimatmuseum Hermeskeil ausgestellt.
  • Die Inschrift verwendet den französischen Republikanischen Kalender, was auf die historische Bedeutung der Zeit hinweist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal mit Geschichte in Lindenstein bei Nonnweiler entdecken

Der Lindenstein befindet sich im saarländischen Nonnweiler und erinnert an den tragischen Tod eines unbekannten Gerichtsbeamten, der in seiner Eigenschaft als Steuereintreiber ermordet wurde. Der Stein steht unweit der ehemaligen Bundesstraße 52, heute Landesstraße 149, zwischen Nonnweiler und Hermeskeil, direkt an der damaligen Grenze zwischen dem Kurfürstentum Trier und der Grafschaft Saarbrücken. Diese historische Lage unterstreicht die Bedeutung des Ortes als Zeuge einer turbulenten Zeit in der Region. Der Gedenkstein selbst ist aus Sandstein gefertigt und zeigt die Form eines Vierkants mit einer sich nach oben verjüngenden Spitze. Seit 1986 steht an dieser Stelle eine Kopie des Originals, welches heute im Heimatmuseum Hermeskeil aufbewahrt wird. Auf dem Stein ist eine Inschrift angebracht, die auf die französische Präsenz in der Region nach dem Frieden von Campo Formio im Jahr 1797 hinweist. Damals wurde Hermeskeil zur Kantonshauptstadt ernannt, und der republikanische Kalender wurde offiziell eingeführt. Diese Datumsangabe macht den Lindenstein zu einem kulturhistorisch bemerkenswerten Zeugnis seiner Zeit. Die genauen Umstände des Mordes blieben ungeklärt. Der Beamte war vermutlich dabei, in den umliegenden Dörfern die Steuern einzutreiben, als er getötet wurde. Obwohl es Vermutungen gibt, dass der berüchtigte Räuber Schinderhannes oder ein Mitglied seiner Bande der Täter war, konnte dies nie nachgewiesen werden. Der Fall ging ungesühnt in die Geschichte ein und machte den Lindenstein zu einem stummen Zeugen einer ungelösten Tat, die bis heute die Fantasie und das Interesse vieler Menschen weckt. Heute ist der Lindenstein nicht nur ein geschichtsträchtiges Denkmal, sondern auch ein beliebtes Ziel für Geocaching-Begeisterte. Der Stein lädt dazu ein, sich mit der regionalen Geschichte auseinanderzusetzen und gleichzeitig die malerische Landschaft zwischen Saarland und Rheinland-Pfalz zu erkunden. Der Ort eignet sich für einen kurzen, aber eindrucksvollen Ausflug, der sowohl Kultur- als auch Naturinteressierte anspricht.

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Häufige Fragen zu Lindenstein

Wo befindet sich der Lindenstein?
Der Lindenstein steht zwischen Nonnweiler und Hermeskeil, nahe der Landesgrenze Saarland-Rheinland-Pfalz, an der ehemaligen B 52, heute L 149 (SL) / L 151 (RLP). Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wem gilt der Lindenstein als Gedenkstein?
Der Lindenstein erinnert an Anton Linden, einen Gerichtsbeamten des Amtsgerichts Hermeskeil, der am 8. März 1800 bei der Steuereintreibung ermordet wurde. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es eine besondere Inschrift auf dem Lindenstein?
Ja, der Stein trägt die Datumsangabe '17. Ventose 8. Jahrs', was auf den französischen Republikanischen Kalender während der Besetzung der Rheinlande durch Frankreich zurückgeht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist mit dem Original des Lindenstein passiert?
Seit 1986 steht am Originalplatz eine Kopie des Lindenstein. Das Original befindet sich heute im Heimatmuseum Hermeskeil. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia