Denkmal/Gedenkstätte

Förderturm Teutoburgia

Schadeburgstraße 12a, 44627 Herne

Tipps

  • Besucher des Förderturms Teutoburgia finden einen kleinen, überschaubaren Weihnachtsmarkt mit handgemachten Produkten und regionalem Essen.
  • Das Gelände lädt mit seinem historischen Ambiente zum Verweilen und Spazieren ein.
  • In der nächtlichen Beleuchtung zeigt sich der Kunstwald besonders stimmungsvoll und einladend.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Förderturm Teutoburgia

Der Förderturm Teutoburgia in Herne ist ein eindrucksvolles Zeugnis der industriellen Vergangenheit der Region. Ursprünglich Teil der Zeche Teutoburgia, einem Steinkohlenbergwerk, das im 19. Jahrhundert in Betrieb genommen wurde, steht der Fördergerüst-Turm heute als markantes Kulturdenkmal am ehemaligen Schacht 1. Die Zeche erlebte eine bewegte Geschichte mit mehreren Besitzerwechseln, Unglücken und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, ehe sie schließlich Ende der 1920er Jahre stillgelegt wurde. In den folgenden Jahrzehnten diente das Gelände unterschiedlichen Zwecken, ehe es in ein kulturelles Zentrum im Kontext der Industriekultur umgewandelt wurde.

Heute beherbergt das Areal den sogenannten Kunstwald, eine parkähnliche Anlage, die von der Route der Industriekultur gefördert wird. Der Förderturm selbst ragt markant in den Himmel und wird abends durch kunstvolle Beleuchtung hervorgehoben, wodurch er auch von weitem sichtbar ist. Das Gelände lädt zum Spazieren ein und bietet verschiedene Kunstobjekte entlang der Wege, darunter Klanginstallationen, die an die industrielle Herkunft des Ortes erinnern. Aus versteckten Lautsprechern ertönen Klänge, die Handwerk, Maschinen und Alltagsgeräusche aufgreifen und so eine akustische Erinnerung an die Bergbauära schaffen.

Die ehemalige Maschinenhalle des Bergwerks dient heute als Werkraum, Experimentierfeld und Ausstellungshalle für den Klangkünstler Christoph Schläger. Hier finden sich innovative Klangmaschinen, die sowohl künstlerische als auch technische Facetten der Industriekultur widerspiegeln. Ein besonderes Highlight ist zudem die Nutzung von Grubengasen, die aus den stillgelegten Stollen des ehemaligen Bergwerks gewonnen werden. Diese Gase werden von den Herner Stadtwerken zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt und tragen somit zur modernen Nachnutzung der industriellen Infrastruktur bei.

Jährlich wird das Gelände zum Treffpunkt für Kunst- und Kulturliebhaber, etwa beim Festival „Licht an!“, das mit Klanginstallationen, Lichtkunst und kulturellen Veranstaltungen den Wald in eine magische Kulisse verwandelt. Neben beeindruckenden Aufführungen und interaktiven Kunstwerken gibt es auch gastronomische Angebote sowie Möglichkeiten zum Verweilen und Entdecken. Der Förderturm Teutoburgia ist somit nicht nur ein Denkmal für die Bergbauvergangenheit, sondern auch ein lebendiger Ort der Begegnung, Kultur und Erinnerung in Herne.

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