Höhle

Sontheimer Höhle

Kohlhalde 1, 72535 Heroldstatt

Highlights

  • Die Sontheimer Höhle ist eine 530 Meter lange Tropfsteinhöhle in der Schwäbischen Alb bei Heroldstatt.
  • Sie ist die älteste Schauhöhle Deutschlands und gehört zum UNESCO Geopark Schwäbische Alb.
  • Besucher können die Höhle von Mai bis November auf einem 192 Meter langen Führungsweg erkunden.

Tipps

  • Der Weg vom Parkplatz zur Höhle ist gut ausgebaut, etwa 400 Meter lang und abschüssig.
  • In der Höhle gibt es hohe und breite Hallen, einige Engstellen sowie Abschnitte, in denen man sich bücken muss.
  • Ein Restaurant direkt an der Höhle bietet Verpflegungsmöglichkeiten für Besucher.

Eigenschaften

Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Sontheimer Höhle

Die Sontheimer Höhle in Heroldstatt, Baden-Württemberg, gilt als die älteste Schauhöhle Deutschlands. Gelegen im Weißen Jura-Delta der Schwäbischen Alb, befindet sich der Eingang der Höhle in einer ruhigen Waldlandschaft in einer Höhe von 730 Metern über dem Meeresspiegel. Aufgrund des Schutzes heimischer Fledermausarten ist der Höhleneingang in der Regel von November bis April geschlossen. Die Öffnungszeiten richten sich nach der Brut- und Ruhephase der Tiere und ermöglichen so einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

Die Höhle erstreckt sich über eine Länge von 530 Metern und besteht aus einer Abfolge von Hallen mit unterschiedlichen Profilen und Neigungen. Der Höhlengang ist kluftgebunden und führt über Stufen zunächst abwärts, bis er schließlich in der 20 Meter hohen Schlusshalle endet. Die Höhle verfügt über mehrere bemerkenswerte Kamine sowie Engstellen, die abwechslungsreiche Erlebnisse bieten. Während die ersten Meter noch von der Außentemperatur beeinflusst sind, herrscht im inneren Teil eine konstante Temperatur von etwa sieben Grad Celsius.

Die Geschichte der Sontheimer Höhle reicht weit zurück. Bereits im späten Mittelalter wurde sie erstmals schriftlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte diente sie nicht nur als natürlicher Aufenthaltsort, sondern auch als Veranstaltungsort für Feste, darunter bis ins 18. Jahrhundert hinein Pfingstfeiern der örtlichen Bevölkerung. Seit dem frühen 19. Jahrhundert wird die Höhle touristisch erschlossen. Heute führt ein ausgebauter Weg mit einer Länge von 192 Metern durch den unterirdischen Gang. Die Beleuchtung erfolgt seit 2011 mit energiesparenden LED-Lampen, die das Wachstum von Algen und Moos verhindern und gleichzeitig die natürliche Farbpracht der Tropfsteine erhalten.

Archäologische und paläontologische Untersuchungen haben verschiedene bedeutende Funde zutage gefördert. Unter anderem wurden menschliche Knochen sowie Fossilien aus der Eiszeit entdeckt. Diese Funde unterstreichen die wissenschaftliche Relevanz der Höhle. Aufgrund ihrer kulturhistorischen und geologischen Bedeutung ist die Sontheimer Höhle Teil des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb. Die jährliche Besucherzahl schwankt, wobei die Höhle auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel darstellt.

Der Weg vom Parkplatz zur Höhle ist etwa 400 Meter lang, gut ausgebaut und leicht abschüssig. Direkt am Höhlenportal befindet sich ein Rasthaus, das Besucher mit Getränken und kleinen Speisen versorgt. Die Anbindung an Rad- und Wanderwege sowie öffentliche Verkehrsmittel macht die Sontheimer Höhle zu einem gut erreichbaren Ziel für Natur- und Kulturinteressierte in der Region.

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