Foto: Mike Krüger / wikimedia /
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Völkerkundemuseum
Highlights
- Es ist Teil der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen und gehört damit zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
- Das Museum ist seit Januar 2023 für den Ausstellungsbetrieb geschlossen, um eine neue Dauerausstellung mit zeitgemäßen Themen umzusetzen.
Tipps
- Die Sammlung umfasst über 6500 ethnographische Objekte, hauptsächlich gesammelt von Missionaren der Evangelischen Brüder-Unität zwischen 1878 und 1940.
- Interessierte können sich über die Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine und ihre weltweiten Missionen informieren, darunter auch über die frühesten Sammlungen ab 1740.
Eigenschaften
Kultur-Museum Völkerkundemuseum in Herrnhut entdecken
Das Völkerkundemuseum in Herrnhut ist ein bedeutendes ethnologisches Museum im sächsischen Görlitz und zählt zu den ältesten Missionssammlungen im deutschsprachigen Raum. Es beherbergt heute rund 6.500 Objekte, die größtenteils von Missionaren der Evangelischen Brüder-Unität zwischen 1878 und 1940 gesammelt wurden. Diese Stücke stammen aus verschiedenen Regionen der Welt und zeugen von der globalen Reichweite der Herrnhuter Mission, die bereits 1732 begann. Bereits 1740 ist das Sammeln erster völkerkundlicher Artefakte durch Herrnhuter Missionare in Ceylon (heute Sri Lanka) nachgewiesen. Die Sammlung hat somit nicht nur kulturhistorischen, sondern auch dokumentarischen Wert und erzählt die Geschichte frühchristlicher Missionsarbeit und interkultureller Begegnung.
Die Ursprünge des Museums reichen zurück bis ins Jahr 1758, als das Naturalienkabinett der Brüder-Unität in Barby gegründet wurde. Dieses Kabinett zählt zu den ältesten Sammlungen dieser Art und wurde später nach Niesky verlegt, wo es 1810 erstmals öffentlich ausgestellt wurde. 1878 wurde auf Initiative des Apothekers Bernhard Kinne der Museum-Verein Herrnhut gegründet, der den Grundstein für das heutige Völkerkundemuseum legte. In den folgenden Jahren wuchs die Sammlung kontinuierlich, gefördert durch gezielte Sammelaufrufe an Missionare weltweit. 1900/01 entstand schließlich am heutigen Standort in Herrnhut ein eigenes Museumsgebäude, das die Ausstellungen dauerhaft beherbergen sollte.
Seit 2023 ist das Museum für den regulären Ausstellungsbetrieb geschlossen, um eine umfassende Neukonzeption der Dauerausstellung umzusetzen. Dabei sollen zeitgenössische Fragestellungen wie Kolonialismus, globale Ungleichheit und Klimawandel in den Fokus rücken. Das neue Ausstellungskonzept wird modular gestaltet sein, um aktuelle gesellschaftliche Themen zeitnah aufzugreifen und darzustellen. Dennoch bietet das Museum bereits jetzt zeitweise wechselnde Formate wie die Ausstellung „TALANOA – Zusammenkommen“, die Besucher*innen zu interkulturellem Dialog einlädt. Diese neue Richtung unterstreicht den Willen, die historischen Sammlungen in einen modernen, reflektierten Kontext zu stellen und die Rolle ethnologischer Museen im 21. Jahrhundert neu zu denken.
Das Völkerkundemuseum ist Teil der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen und damit in eine überregionale Museumslandschaft eingebunden. Es genießt hohes Ansehen bei Besucher*innen, wie die durchschnittliche Bewertung von 4,6 von 5 Sternen bei 78 Rezensionen zeigt. Besonders hervorgehoben wird der informative Charakter der Ausstellung sowie die freundliche Atmosphäre. Viele Besucher schätzen die Einblicke in die Missionsgeschichte und die kulturelle Vielfalt der Sammlungsstücke. Auch wenn die Dauerausstellung derzeit nicht zugänglich ist, lohnt sich ein Besuch für alle Interessierten an Kulturgeschichte, Ethnologie und globalen Zusammenhängen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des UNESCO-Welterbes „Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine“, zu dem auch Herrnhut gehört.
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Häufige Fragen zu Völkerkundemuseum
Wann wurde das Völkerkundemuseum in Herrnhut gegründet?
Quelle: wikipedia
Welche Rolle spielten Missionare bei der Sammlung der Exponate?
Quelle: wikipedia
Warum ist das Museum derzeit geschlossen?
Quelle: website
Zu welcher Institution gehört das Völkerkundemuseum Herrnhut?
Quelle: wikipedia