Wolfsbruch
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Wolfsbruch in Herscheid schützt einen wertvollen Hangquellmoorkomplex mit seltenen Pflanzenarten.
- Im Gebiet leben gefährdete Arten wie Scheidenwollgras, Schmalblättriges Wollgras und Moosbeere.
- Ziel des NSG ist die Erhaltung von Moorwäldern, Hainsimsen-Buchenwäldern und artenreichen Pflanzengesellschaften.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet Wolfsbruch in Herscheid ist besonders für seine seltene Moorflora und -fauna von Bedeutung.
- Im Gebiet kommen geschützte Pflanzenarten wie Scheidenwollgras und Moosbeere vor, die es zu schonen gilt.
- Einzelne Moorbirken und naturnahe Buchenwälder prägen das Landschaftsbild und bieten Lebensraum für verschiedene Tierarten.
Eigenschaften
Über Wolfsbruch
Das Naturschutzgebiet Wolfsbruch liegt im Ort Herscheid im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Es zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen der Region und ist bereits seit mehreren Jahrzehnten unter Naturschutz gestellt. Mit einer Fläche von rund 17 Hektar umfasst das Gebiet ein hochwertiges Hangquellmoor-Komplex sowie naturnahe Laubwaldflächen, darunter unter anderem Moor-Birkenbruch-, Berg-Erlenbruch- und Hainsimsen-Buchenwald. Diese Lebensräume beherbergen eine Vielzahl standorttypischer Pflanzen- und Tierarten, darunter auch einige gefährdete Arten.
Im Zentrum des Wolfsbruchs erstreckt sich ein weitgehend baumfreies Übergangsmoor, geprägt durch charakteristische Pfeifengrasbestände und ausgedehnte Torfmoosteppiche. In Teilen des Moores finden sich seltene Pflanzenarten wie Scheidenwollgras, Schmalblättriges Wollgras und Moosbeere. Am Rand wachsen vereinzelt Moorbirken, die dem Gelände ein offenes, parkartiges Erscheinungsbild verleihen. Feuchtere Bereiche am Nordrand sind Quellbäche entspringen, während trockenere Zonen vom Adlerfarn dominiert werden. Südlich des Hangmoores schließt sich ein aus Naturverjüngung entstandener Buchenbestand an.
Das Wolfsbruch ist Teil des FFH-Gebiets „Ebbemoore“ und beinhaltet prioritäre Lebensraumtypen wie Moorwälder und Übergangs- und Schwingrasenmoore. Aufgrund seiner landschaftlichen Eigenart und ökologischen Bedeutung hat das Gebiet auch internationalen Stellenwert. Langfristiges Schutzziel ist die Erhaltung und Entwicklung der Moorlebensräume sowie der umliegenden naturnahen Wälder. Dabei spielt insbesondere der Erhalt von Alt- und Totholz eine wichtige Rolle für die Stabilität der artenreichen Waldbiotopen. Im direkten Umfeld dominieren Fichtenwälder, in denen sukzessive ein Umbau zu Hainsimsen-Buchenwald oder Moorwald angestrebt wird.
Das Naturschutzgebiet liegt etwa 700 Meter östlich des höchsten Punktes des Ebbegebirges, der Nordhelle. Es grenzt an den Forstweg, der es vom Tal der Erlmecke trennt. Zukünftig wäre eine Wiederherstellung der ökologischen Verbindung wünschenswert. Das Wolfsbruch gilt als eines der wertvollsten Übergangsmoore des Ebbegebirges und trägt entscheidend zur Erhaltung der regionalen Biodiversität bei.