Kirche/Kloster

Evangelische Kirche Rönsahl

Vor dem Isern 4, 58566 Kierspe-Rönsahl

Highlights

  • Die evangelische Servatiuskirche in Rönsahl ist ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.
  • Sie beherbergt eine Gedächtnisstätte für Kriegsopfer und zählt zu den bedeutenden Orgeln der Region.
  • Die Kirche wurde 1768 erbaut und verfügt über barocke und rokoko-geprägte Ausstattungselemente.

Tipps

  • Die Servatiuskirche in Rönsahl ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit spätromanischem Westturm und barockisierender Haube, das 1768 erbaut wurde.
  • Im Turm befindet sich seit 1950 eine Gedächtnisstätte für die Opfer der Weltkriege, das Glasfenster zeigt den Erzengel Michael.
  • Die Kirche beherbergt historische Ausstattungsgegenstände in der Turmstube und beeindruckende Rokoko-Elemente wie Altar, Kanzel und Orgel.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Evangelische Kirche Rönsahl

Die Evangelische Kirche Rönsahl, auch Servatiuskirche genannt, befindet sich im Ortsteil Rönsahl der Gemeinde Kierspe im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen. Das denkmalgeschützte Kirchengebäude ist ein bedeutendes sakralkulturelles Zeugnis der Region und steht mitten im Dorfkern. Ursprünglich als katholische Wallfahrtskirche errichtet und dem Heiligen Servatius geweiht, geht die Geschichte des Kirchspiels bereits ins späte Mittelalter zurück. Die heutige evangelische Gemeinde hat ihre Wurzeln im 16. Jahrhundert und gehört heute zum Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg innerhalb der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Das Gebäude selbst vereint verschiedene Epochen der Architektur und Ausstattung. Der markante spätromanische Westturm mit barockisierendem Abschluss stammt aus der Zeit vor dem großen Brand von 1766. Der anschließend erbaute, schlichte rechteckige Kirchenbau aus dem Jahr 1768 folgt im Stil des Bergischen Barock und zeigt ein dreiteiliges Jocheinschiffigkeitsprinzip. Das Tonnengewölbe ist aus Holz gefertigt. Im Glockenturm befindet sich seit 1950 eine Gedächtnisstätte für die Opfer der Weltkriege, ergänzt durch ein Glasfenster mit Darstellung des Erzengels Michael. Während Restaurierungsarbeiten im 21. Jahrhundert wurden historische Glasfenster und Wandmalereien wiederentdeckt.

Die Innenausstattung ist geprägt von Elementen des Rokoko und des sogenannten „Bergischen Aufbaus“, bei dem Altar, Kanzel und Orgel übereinander angeordnet sind. Auf der Altarwand befindet sich ein Ölgemälde mit der Darstellung des Letzten Abendmahls; das ursprüngliche Servatiusbild ist heute an der Westwand zu sehen. Die farbige Bemalung des Interieurs entstand in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu den bemerkenswerten Objekten zählt eine Gusseisen-Herdplatte aus dem 16. Jahrhundert mit der Darstellung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1786 und zeigt typische Formen des regionalen Rokoko.

Besondere Aufmerksamkeit genießt die historische Pfeifenorgel, die ursprünglich von den Gebrüdern Kleine erbaut und später durch Richard Ibach erweitert wurde. Sie verfügt über 16 Register auf einem Manual und Pedal und gilt als eines der wertvollsten Orgelwerke der Region. Ein Großteil des ursprünglichen Pfeifenbestands ist bis heute erhalten. Die Orgel ist sowohl wegen ihres Klanges als auch ihrer historischen Substanz von kulturhistorischer Bedeutung. Die Kirche wird zudem als prägendes Element des Ortsbilds wahrgenommen und ist ein zentraler Ort des Glaubens und der Gemeinschaft vor Ort.

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