Gut Listringhausen
Highlights
- Das Gut Listringhausen ist ein historisches Rittergut und Wahrzeichen von Meinerzhagen.
- Es liegt nahe dem Genkeltalsperren-Vorbecken und wurde erstmals 1621 urkundlich erwähnt.
- Das Anwesen umfasst Herrenhaus, Nebenhaus, Torhaus, Stallungen und einen Park.
Tipps
- Das Gut Listringhausen ist nur von außen zu besichtigen, da es sich im Privatbesitz befindet.
- Das Gelände liegt landschaftlich reizvoll am Vorbecken der Genkeltalsperre.
- Parkplätze sind in der Nähe des Gutes vorhanden.
Eigenschaften
Über Gut Listringhausen
Gut Listringhausen ist ein ehemaliges Rittergut im Ortsteil Listringhausen der Stadt Meinerzhagen im Märkischen Kreis, Nordrhein-Westfalen. Die historische Anlage zählt zu den kulturhistorischen Wahrzeichen der Region und liegt in unmittelbarer Nähe zum Vorbecken der Genkeltalsperre. Umgeben von einer ländlichen Landschaft und geprägt von einer zurückhaltenden Architektur, präsentiert sich das Gut als markantes Ensemble ehemaliger Gutshofsgebäude, bestehend aus Herrenhaus, Nebenhaus, Torhaus, Stallungen und einem Park, der einst von einer Bruchsteinmauer umgeben war.
Die erste urkundliche Erwähnung des Gutes erfolgte im Jahr 1621, als Friedrich von Neuhoff die Anerkennung seiner Besitzungen als Rittergut erhielt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wechselte der Besitz mehrfach. Nach einer Erbteilung wurde Listringhausen 1653 von den Besitzungen von Badinghagen getrennt. Über mehrere Generationen blieb es im Besitz der Familie von Neuhoff, ehe es schließlich an den Freiherrn Franz Adolf Joseph von Nagel zu Badinghagen überging. Nach dem Aussterben der Linie im Mannesstamm gelangte das Gut 1789 durch Heirat in das Haus Raitz von Frentz zu Schlenderhan. 1897 wurde das Anwesen schließlich öffentlich versteigert und ging für rund 40.300 Mark an den Unternehmer Heinrich Dresler aus Kreuztal über.
Das heutige Erscheinungsbild des Gutes wurde maßgeblich vom Umbau und der Restaurierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts geprägt. Ursprünglich älter als das Herrenhaus, erhielt das Nebenhaus elf Jahre früher seinen Bau und dürfte ursprünglich das Haupthaus gewesen sein. Ein Wappen über den Türen des Nebenhauses verweist auf den damaligen neuen Besitzer, der sein Monogramm und das Baujahr 1897 eintragen ließ. Bei der Restaurierung im Jahr 1903 wurden die Gebäude verputzt, wodurch die ursprüngliche Bruchsteinstruktur heute nicht mehr sichtbar ist. Das Ensemble behält jedoch durch die symmetrische Anordnung und die klare Hofstruktur seinen architektonischen Charakter.
Das Gut Listringhausen befindet sich heute im Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich. Lediglich eine Außenbesichtigung ist möglich, wodurch das historische Ambiente des Anwesens aus der Ferne betrachtet werden kann. Die ruhige Lage inmitten der ländlichen Umgebung macht es zu einem markanten Punkt im Ortsbild von Listringhausen und einem sehenswerten Objekt im Kontext der bäuerlichen und adeligen Geschichte der Region. Der nächstgelegene Ortsteil ist Genkel, ein kleines Bauerndorf, das ebenfalls zur Gemeinde Meinerzhagen gehört.