Steinsmark
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Steinsmark in Meinerzhagen umfasst 1,27 Hektar Heide- und Feuchtwiesenflächen.
- Es schützt gefährdete Pflanzen- und Tierarten wie den Kiebitz und den Steinschmätzer.
- Das Gebiet entstand nordwestlich des Flugplatzes Meinerzhagen und wurde 2001 ausgewiesen.
Tipps
- Das Gelände umfasst Heideflächen sowie Nass- und Feuchtwiesen, die als Lebensraum für gefährdete Arten dienen.
- Nördlich des Flugplatzes Meinerzhagen gelegen, schließt sich westlich das Naturschutzgebiet Kierspe an.
- Im Bereich der ehemaligen Mulde finden sich Brachflächen mit Ginsterheide und feuchte Wiesen entlang der Landebahn.
Eigenschaften
Über Steinsmark
Das Naturschutzgebiet Steinsmark befindet sich nördlich des Flugplatzes Meinerzhagen in der Stadt Meinerzhagen im Märkischen Kreis, Nordrhein-Westfalen. Es umfasst eine Fläche von 1,27 Hektar und wurde als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, um die besondere ökologische und landschaftliche Bedeutung des Areals langfristig zu sichern. Das Gebiet grenzt direkt an das gleichnamige Naturschutzgebiet in Kierspe und ist Teil eines größeren Planungsraums, der verschiedene Schutzflächen umfasst.
Das Gelände des NSG Steinsmark setzt sich hauptsächlich aus Heideflächen sowie Nass- und Feuchtwiesenbereichen zusammen. Ursprünglich handelte es sich bei der Fläche um eine ehemalige Mulde, die mit Bauschutt und Bodenaushub verfüllt wurde. Der Boden ist steinig-lehmig und nur zu etwa 60 Prozent bewachsen. Typische Pflanzenarten sind unter anderem Besenginster, Sand-Birke, Pfeifengras, Drahtschmiele sowie Adlerfarn. In unmittelbarer Nähe zur Landebahn verläuft ein feuchter Wiesen-Sicherheitsstreifen, der gelegentlich von binsenreichen Pflanzengesellschaften geprägt ist. Nördlich der Brachfläche schließt sich eine kleinere Parzelle mit dichtem Faulbaum-Gebüsch an.
Das Schutzziel des Gebiets besteht darin, die Heide- und Feuchtwiesenbereiche als Lebensraum für gefährdete Pflanzen- und Tiergemeinschaften zu erhalten und zu fördern. Zu den schutzwürdigen Arten zählen unter anderem der Kiebitz, der Raubwürger, der Steinschmätzer und die Waldschnepfe. Neben dem artenreichen Pflanzenbestand beherbergt das Gebiet verschiedene Tierarten, darunter die Singdrossel, der Gimpel sowie der Grasfrosch. Besondere Bedeutung kommt der Besenginsterheide zu, die aufgrund ihrer Struktur eine hohe avifaunistische Wertigkeit aufweist.
Das NSG Steinsmark unterliegt verschiedenen rechtlichen Schutzbestimmungen. Dazu gehört unter anderem das Verbot, die Heide- sowie die Nass- und Feuchtwiesenbereiche in eine andere Nutzung umzuwandeln. Um den Erhalt der Biotope zu gewährleisten, wurden Maßnahmen wie die Vegetationskontrolle und der Verzicht auf Entwässerung festgelegt. Das Gebiet ist außerdem in den Landschaftsplan des Märkischen Kreises eingetragen, der die ökologische Funktionalität und landschaftliche Eigenart des Areals sichern soll.