Sieben-Schmerzen-Kapelle
Highlights
- Die Sieben-Schmerzen-Kapelle in Gelsenkirchen-Buer wurde 1723 gestiftet und 1948 nach Kriegszerstörung wiederhergestellt.
- Seit 2008 verfügt die Kapelle über einen Stationenweg mit Bronzetafeln von H. Schilcher.
- Die jährliche Hagelprozession findet seit 1723 am zweiten Sonntag nach Fronleichnam statt.
Tipps
- Die Sieben-Schmerzen-Kapelle im Westerholter Wald ist ein idealer Ort für Andacht und Ruhe, gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar.
- Neben der Kapelle verläuft der Stationenweg Via Matris mit Bronzetafeln – ein ergänzendes Wegbegleiter für Besinnung.
- Ein Buch zur Geschichte der Kapelle kann gegen eine Schutzgebühr beim Förderverein bestellt werden.
Eigenschaften
Über Sieben-Schmerzen-Kapelle
Die Sieben-Schmerzen-Kapelle im Westerholter Wald von Gelsenkirchen ist eine sakrale Gedenkstätte, die dem Andenken der Schmerzen Mariens gewidmet ist. Errichtet im frühen 18. Jahrhundert durch die Westerholter Gräfin Henrika von Aschebroick zu Schönebeck, steht die Kapelle möglicherweise im Zusammenhang mit einem Familienverlust oder regionalen Konflikten der damaligen Zeit. Seit ihrer Erneuerung nach Kriegsschäden im Jahr 1948 dient sie als Ort der Andacht, Besinnung und Begegnung. Die Kapelle gehört zur Pfarrei St. Urbanus und wird bis heute für Gottesdienste, Prozessionen und private Gebete genutzt.
Der schlichte, weiß verputzte Baukörper mit Pyramidendach und abgeschrägten Ecken prägt das Bild der Kapelle. Nach einer umfassenden Sanierung in den 1990er Jahren erhielt sie unter anderem einen neuen Altar, eine handgeschnitzte Pietà sowie moderne Buntglasfenster. Seit 2001 ist die Kapelle offiziell wieder eingeweiht, und seit 2008 ergänzt der sogenannte Via Matris – ein Stationenweg mit Bronzereliefs der sieben Schmerzen Mariens – den Außenbereich. Die sieben Granitstelen entlang eines 70 Meter langen Weges laden zur Meditation und Reflexion ein.
Jährlich finden an der Kapelle verschiedene kirchliche Veranstaltungen statt, darunter die seit Jahrhunderten bestehende Hagelprozession, die am zweiten Sonntag nach Fronleichnam begangen wird. Auch Feiern mit mehreren Bischöfen fanden hier im Laufe der Jahrzehnte statt. Die Kapelle gilt als eine von 53 Spirituellen Kulturtankstellen des Bistums Essen und war im Jahr RUHR.2010 Teil der kulturellen Auszeichnung der Region. Ein Förderverein unterstützt seit 1998 die Pflege und Instandhaltung des Gotteshauses sowie die Gestaltung des Umfelds.
Ruhig im Westerholter Wald gelegen, ist die Kapelle auch ein beliebtes Ziel für Spaziergänge zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Besucher berichten von einer Atmosphäre der Stille und des inneren Friedens, die an dieser Stelle vorherrscht. Sitzgelegenheiten im Freien laden zu einer kurzen Pause ein, während der Wald um die Kapelle herum für eine beschauliche Umgebung sorgt. Die unmittelbare Nähe zu den Ortsteilen Buer, Westerholt und Resse macht sie zu einem kulturellen Anlaufpunkt innerhalb Gelsenkirchens.