Stolperstein Emma Philipp geb. Storch und Hans Lachmann
Highlights
- Die Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ dokumentiert ihr Schicksal als Opfer des NS-Regimes in Schaumburg.
- Ihre Namen sind Teil der lokalen Erinnerungskultur in der Synagoge Stadthagen und der Ausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘.
Tipps
- Die Stolpersteine erinnern an die Verfolgung und Ermordung von Menschen während des Nationalsozialismus und bieten Einblicke in lokale Schicksale.
- In der Synagoge wird eine Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte in Stadthagen und Schaumburg gezeigt, die historische Zusammenhänge veranschaulicht.
- Die digitale Version der Wanderausstellung ‚entrechtet – vertrieben – ermordet‘ ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit regionalen Verfolgungsopfern.
Eigenschaften
Stolpersteine Stolperstein Emma Philipp & Hans Lachmann Stadthagen
In Stadthagen erinnern zwei Stolpersteine an das Schicksal von Emma Philipp geb. Storch und ihrem Ehemann Hans Lachmann, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Die kleinen, in den Bürgersteig eingelassen Gedenktafeln markieren ihre letzte frei gewählte Wohnadresse und dienen als stille Mahnung an die Verbrechen der Zeit zwischen den Weltkriegen.
Emma Philipp und Hans Lachmann gehörten zur jüdischen Gemeinde in Stadthagen, die seit Jahrhunderten Teil der regionalen Geschichte war. Die Stolpersteine, initiiert vom Künstler Gunter Demnig, verweisen auf ihre Entrechtung, Vertreibung und schließlich Ermordung. Ihre Biografien stehen exemplarisch für das Schicksal unzähliger Menschen im Schaumburger Land, die aufgrund rassistischer Ideologien verfolgt wurden.
Die Bedeutung der Stolpersteine liegt in ihrer dezenten, aber eindringlichen Präsenz im öffentlichen Raum. Sie erinnern daran, dass auch in Stadthagen Menschen aufgrund ihrer Herkunft systematisch Entrechtung und Gewalt ausgesetzt waren. Die Gedenktafeln sind Teil eines größeren Netzwerks, das an die Opfer des Nationalsozialismus in ganz Deutschland erinnert und so das kollektive Gedächtnis wachhält.
Wer mehr über das Schicksal der Verfolgten in der Region erfahren möchte, findet in der Synagoge Stadthagen eine Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte Schaumburgs. Dort werden auch die Schicksale einzelner Personen, darunter Emma Philipp und Hans Lachmann, dokumentiert. Die Wanderausstellung *„entrechtet – vertrieben – ermordet“* bietet zudem vertiefende Einblicke in die Verfolgungsgeschichte und kann von Schulen und interessierten Gruppen ausgeliehen werden.
Die Stolpersteine sind somit nicht nur individuelle Gedenkzeichen, sondern auch ein Teil des kulturellen Erbes der Stadt. Sie fordern auf, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Verantwortung für die Erinnerung an die Opfer zu übernehmen. Durch diese Gedenktafeln wird die Geschichte der Verfolgten lebendig – als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft.