Parks & Gärten

Naturschutzgebiet Fehlatal

72513 Hettingen

Tipps

  • Wandern auf dem ca. 45-minütigen Rundweg ab Fehlakapelle bietet ein lohnenswertes Naturerlebnis durch idyllisches Talgelände.
  • Das Gelände ist besonders für Familien mit Kindern ab acht Jahren geeignet, allerdings gibt es nur wenige Rastmöglichkeiten und wenig Schatten.
  • Das Naturschutzgebiet liegt abseits von Bebauung und Straßen – ideal, um ungestört die vielfältige Flora und alte Bewässerungsanlagen zu entdecken.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Naturschutzgebiet Fehlatal

Das Naturschutzgebiet Fehlatal liegt im baden-württembergischen Hettingen und zählt zu den besonderen Naturschutzflächen im Landkreis Sigmaringen. Es erstreckt sich südwestlich von Gammertingen zwischen den Orten Neufra und Hettingen und endet kurz vor der Mündung der Fehla in die Lauchert. Mit einer Fläche von 55,2 Hektar gehört es zu den kleineren, dafür umso reizvolleren Schutzgebieten der Region und ist landschaftlich in die Mittlere Flächenalb eingebettet. Seit 1984 ist das Fehlatal unter der NSG-Nummer 4.118 gesetzlich geschützt und bildet zusammen mit dem angrenzenden FFH-Gebiet „Gebiete um das Laucherttal“ eine bedeutende ökologische Einheit.

Das Tal besticht durch seine ursprüngliche, unverbaut gebliebene Landschaft. Die Fehla schlängelt sich hier auf einer Länge von acht Kilometern in natürlichen Mäandern durch das Tal, ohne dass es zu Beeinträchtigungen durch Straßen oder Gebäude kommt. Diese Unberührtheit macht das Fehlatal zu einem besonderen Lebensraum mit vielfältigen Biotopen. Die Aueböden in der Talsohle sind humos und kalkreich, was zur Ausprägung typischer Wiesenvegetation führt: Von Flutrasen über Nass- und Frischwiesen bis hin zu Halbtrockenrasen und Waldsäumen erstreckt sich eine artenreiche Pflanzendecke. Diese Vielfalt zieht auch zahlreiche Tierarten an und trägt zur hohen ökologischen Wertigkeit des Gebiets bei.

Ein besonderes Merkmal des Fehlatals sind die historischen Bewässerungsanlagen in Form von Graben- und Schleusensystemen aus dem 19. Jahrhundert. Diese Wässerwirtschaft wurde bis in die 1960er Jahre von den örtlichen Bauern bewirtschaftet, um die Wiesen auch in Trockenphasen zu bewässern und gleichzeitig zu düngen. Heute spielt die Pflege und Wiederherstellung dieser kulturhistorischen Elemente eine wichtige Rolle für den Naturschutz und das landschaftliche Erbe der Region. Das Fehlatal grenzt im Süden an das Landschaftsschutzgebiet Laucherttal mit Nebentälern an und ist Teil eines größeren europäischen Schutzgebietsnetzes.

Das Naturschutzgebiet ist ein beliebtes Ausflugsziel für Natur- und Wanderfreunde. Ein etwa 45-minütiger Rundweg beginnt bei der Fehlakapelle, führt ins Tal hinab, weiter in Richtung Neufra und anschließend wieder bergauf zur Kapelle zurück. Das Gelände ist kinderfreundlich, eignet sich jedoch besonders für ältere Kinder und Erwachsene. Rastmöglichkeiten sind im Tal zwar begrenzt und Schatten spärlich, doch das reizvolle Naturerlebnis bei ruhiger Atmosphäre überzeugt Besucher immer wieder. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,6 von 5 Sternen wird das Fehlatal als empfehlenswertes und weniger frequentiertes Naturziel beschrieben.

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