Augustinuskirche
Highlights
- Die Augustinuskirche in Schwäbisch Gmünd wurde 1916 im Elsässer-Bau-Stil errichtet und vereint kunstvollen Stuck von Jakob Wilhelm Fehrle.
- Ein 4 m langes Relief Fehrles, 1975 als verschollen galt, existiert als Variante des ‚Verlorenen Sohn‘ im Gemeindehaus seit den 1950er Jahren.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Zugang zum Kirchengebäude und den Innenräumen.
- Ein barrierefreies WC steht für Besucher in unmittelbarer Nähe zur Kirche zur Verfügung.
- Das 1916 entstandene Relief von Jakob Wilhelm Fehrle zeigt handwerkliche Meisterleistungen und gehört zu den originalen Ausstattungselementen.
Eigenschaften
Augustinuskirche Schwäbisch Gmünd – Sakrale Kultur
Die Augustinuskirche in Schwäbisch Gmünd ist ein prägendes Beispiel evangelischer Architektur und Kunst im Herzen der Stadt. Als Teil der evangelischen Gemeinde bietet sie nicht nur einen Ort der Andacht, sondern auch eine reiche kulturelle Geschichte. Das Gebäude wurde im Stil des Elsässer Baus errichtet, der durch seine klare Linienführung und funktionale Gestaltung besticht. Besonders hervorzuheben sind die kunstvollen Stuckarbeiten, die von dem Gmünder Bildhauer Jakob Wilhelm Fehrle geschaffen wurden. Seine handwerkliche Meisterschaft zeigt sich in der detailreichen Ausführung, die weit über eine gewöhnliche Stuckarbeit hinausgeht.
Ein besonderes Juwel der Kirche ist ein 4 Meter langes und 2 Meter hohes Relief, das Fehrle zur Eröffnung des Hauses schuf. Lange Zeit galt es als verschollen, doch eine Variante des Motivs – etwa aus den 1950er Jahren – findet sich heute im Augustinus-Gemeindehaus. Das Relief thematisiert den „Verlorenen Sohn“, ein biblisches Gleichnis, das bis heute die Besucher fasziniert. Die künstlerische Qualität und Individualität der Arbeit unterstreichen Fehrles Bedeutung für die lokale Kunstszene und die Baugeschichte der Kirche.
Neben der religiösen Bedeutung ist die Augustinuskirche auch ein Ort der Erinnerung. Sie beherbergt den Nachlass von Fehrles Tochter, die im ehemaligen Wohnhaus ihres Vaters lebt und das Atelier verwaltet. Diese Verbindung zur Künstlerfamilie verleiht dem Gebäude eine besondere Atmosphäre. Die Kirche ist zudem barrierefrei zugänglich, mit einem rollstuhlgerechten Eingang und einem öffentlichen WC, was sie zu einem inklusiven Ort für alle Besucher macht.
Für die Gemeinde ist die Augustinuskirche nicht nur ein spiritueller Mittelpunkt, sondern auch ein Ort des Austauschs. Der dreimal jährlich erscheinende Gemeindebrief informiert die Mitglieder über aktuelle Veranstaltungen und Projekte. Die Kirche lädt dazu ein, die Verbindung von Kunst, Geschichte und Glauben zu erleben – ein einzigartiges Erlebnis mitten in Schwäbisch Gmünd.
Ob als Ort der Stille, der Kunst oder des Gemeinschaftslebens: Die Augustinuskirche vereint Tradition und Moderne und bleibt ein bedeutendes Kulturdenkmal der Region. Ihr Elsässer-Bau-Stil und die handwerkliche Meisterschaft Fehrles machen sie zu einem besonderen Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Glaubenssuchende gleichermaßen.