St. Cäcilia
Highlights
- Die Pfarrkirche St. Cäcilia in Heusenstamm wurde 1739–1741 vom Baumeister Johann Balthasar Neumann erbaut.
- Sie dient als Begräbniskirche des Heusenstammer Zweiges der Grafen von Schönborn und ist ein bedeutendes barockes Bauwerk in Hessen.
- Die Kirche wurde nach Plänen Neumanns im fränkischen Barockstil mit kreuzförmigem Grundriss und prächtigen Deckengemälden errichtet.
Tipps
- Die barocke Kirche St. Cäcilia in Heusenstamm wurde 1739–1741 vom Baumeister Johann Balthasar Neumann erbaut und beherbergt eine Krypta sowie eine Orgel von 1979.
- Die Kirche ist nicht nur Ort religiöser Gottesdienste, sondern dient auch kulturellen Veranstaltungen mit kirchlich-historischem Bezug.
- Radfahrer und Spaziergänger sollten die historische Kirche besuchen, um Architektur und Atmosphäre des barocken Bauwerks zu erleben.
Eigenschaften
Über St. Cäcilia
Die Pfarrkirche St. Cäcilia in Heusenstamm zählt zu den bedeutendsten barocken Sakralbauten im Landkreis Offenbach. Errichtet zwischen 1739 und 1741, entstand sie als Begräbniskirche des Heusenstammer Zweiges der Grafen von Schönborn. Der Bau wurde vom renommierten Architekten Johann Balthasar Neumann entworfen, der den Entwurf im fränkischen Barockstil umsetzte. Auffällig ist der kreuzförmige Grundriss, die kunstvoll gestaltete Fassade mit Schweifgiebeln und Pilastern sowie der charakteristische Zwiebelturm. Unterhalb der Kirche befindet sich die Gruft der Familie Schönborn, die als letzte Ruhestätte mehrerer Familienmitglieder dient.
Die Kirche wurde nach der römischen Heiligen Cäcilia benannt, der Schutzpatronin der Musik, was sich auch in der Ausstattung widerspiegelt. Besonders erwähnenswert ist die prachtvolle Deckenmalerei von Christoph Thomas Scheffler, die im Jahr nach Fertigstellung des Rohbaus entstand. Weitere kunstvolle Elemente sind der Hochaltar, geschaffen vom Würzburger Bildhauer Johann Wolfgang von der Auwera, sowie die Kanzel und die Innenausstattung aus Holz, die vom Mainzer Hofschreiner Franz Anton Herrmann stammen. Diese Arbeiten wurden bis in die 1750er Jahre fortgeführt und vervollständigt.
Die Baugeschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte der Grafen von Schönborn. Nachdem die Familie zunächst finanziell überfordert war, setzte sich Reichsgräfin Maria Theresia Ernestina Magdalena, Witwe des Grafen Anselm Franz, für den Bau einer repräsentativen Kirche ein. Mit Unterstützung ihrer Schwäger – unter anderem des Erzbischofs von Trier und des Fürstbischofs von Würzburg und Bamberg – konnte das aufwendige Projekt finanziert werden. Neumann selbst überwachte den Baufortschritt persönlich und besuchte die Baustelle mehrfach.
Heute dient die Kirche St. Cäcilia nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Veranstaltungsort für kulturelle und kirchliche Veranstaltungen mit historischem Bezug. Die barocke Architektur, die kunstvolle Innenausstattung und die historische Bedeutung machen sie zu einem kulturellen Zentrum in Heusenstamm. Besucher berichten von der besonderen Atmosphäre und der detailreichen Gestaltung, die den Besuch lohnenswert machen. Mit einer Bewertung von 4,7 von 5 Sternen wird die Kirche regelmäßig positiv wahrgenommen.