Denkmal/Gedenkstätte

ehemalige Synagoge Hillesheim

Brunnenstraße 5, 67586 Hillesheim

Highlights

  • Mindestens zwei Kinder der Familie Zimmermann überlebten den Holocaust; ihr Grabstein in Bonn-Castell erinnert an die Opfer.
  • Die jüdische Gemeinde bestand seit dem 19. Jahrhundert, mit Familien wie Kaufmann und Zimmermann als Kern.

Tipps

  • Die ehemalige Synagoge in Hillesheim bietet Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde, die bis 1938 bestand und sich besonders im 19. Jahrhundert entwickelte.
  • Die Ausstellung zeigt historische Fotografien und Darstellungen, die die Architektur und den kulturellen Kontext der Synagoge aus mehreren Jahrhunderten veranschaulichen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ehemalige Synagoge Hillesheim – Kulturdenkmal entdecken

Die ehemalige Synagoge in Hillesheim ist ein bedeutendes historisches Denkmal, das an die jüdische Geschichte der Region erinnert. Die jüdische Gemeinde in Hillesheim bestand bis 1938, doch ihre Wurzeln reichen weiter zurück. Bereits im 18. Jahrhundert lebten hier vereinzelt jüdische Familien, ohne dass sich eine organisierte Gemeinde bildete. Erst im 19. Jahrhundert etablierten sich vor allem die Familien Kaufmann und Zimmermann dauerhaft im Ort, was den Grundstein für eine kleine, aber prägende jüdische Präsenz legte.

Das Gebäude der Synagoge selbst war ein zentraler Ort des religiösen und kulturellen Lebens der jüdischen Gemeinde. Obwohl es heute nicht mehr als aktive Synagoge genutzt wird, bleibt es als historisches Zeugnis der jüdischen Geschichte Hillesheims von großer Bedeutung. Die Architektur und der Standort spiegeln die Integration der jüdischen Bevölkerung in das lokale Leben wider, bevor die systematische Entrechtung und Verfolgung während der NS-Zeit diese Gemeinschaft zerstörte.

Die Familie Zimmermann, deren Mitglieder in den Gedenkbüchern des Bundesarchivs und bei Yad Vashem Jerusalem dokumentiert sind, verkörpert das Schicksal vieler jüdischer Familien in der Region. Einige ihrer Nachkommen überlebten die Schoa und errichteten später einen Grabstein in Bonn-Castell als Erinnerung an ihre Vorfahren. Auch die Familie Gottschalk, insbesondere Henriette (Hildegard) Gottschalk, ist in den historischen Aufzeichnungen verzeichnet und steht für das Leid und die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung.

Als Teil der Stolperstein-Initiative in Bad Neuenahr-Ahrweiler wird an die ehemaligen jüdischen Einwohner Hillesheims erinnert. Die Synagoge selbst ist heute ein Ort der Erinnerung, der die Geschichte der Verfolgung und des Widerstands gegen den Nationalsozialismus aufzeigt. Sie dient als Mahnmal und mahnt zur Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

Wer sich für die jüdische Geschichte der Region interessiert, findet in der ehemaligen Synagoge Hillesheim einen bedeutenden Anknüpfungspunkt. Das Gebäude steht symbolisch für das Erbe der jüdischen Gemeinschaft, die hier einst lebte, und lädt zur Reflexion über die Bedeutung von Toleranz und Erinnerung ein. Die Verbindung zu Nachbargemeinden wie Bad Neuenahr-Ahrweiler unterstreicht zudem die regionale Dimension dieser Geschichte.

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