Hilzingen, Ortsteil Binningen. Die drei Burgen auf dem Hohenstoffeln
Highlights
- Die drei Burgen Hohenstoffeln liegen bei Binningen in Hilzingen auf 841,8 Metern über NN.
- Erste Erwähnung der Burgenanlage stammt aus dem Jahr 1034.
- Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Burgen 1633 durch Otto Ludwig von Salm-Kyrburg-Mörchingen zerstört.
Tipps
- Auf dem Gipfelkreuz lohnt sich der Aufenthalt: Eine neue Holzsitzbank lädt zur Rast ein, der Ausblick reicht bis zum Binninger See und die umliegenden Hegauberge.
Eigenschaften
Über Hilzingen, Ortsteil Binningen. Die drei Burgen auf dem Hohenstoffeln
Die drei Burgen auf dem Hohenstoffeln bei Hilzingen im Landkreis Konstanz laden Naturliebhaber und Geschichtsinteressierte gleichermaßen zu einem abwechslungsreichen Ausflug ein. Diese imposante Höhenburganlage besteht aus den Ruinen von Vorder-, Mittel- und Hinterhohenstoffeln, die majestätisch auf einem ehemaligen Vulkankegel thront. Mit einer Höhe von rund 842 Metern über dem Meeresspiegel bietet der Berg nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch einen der schönsten Ausblicke der Region – über das Hegau, die umliegenden Hegauberge und den malerischen Binninger See.
Der Weg zur Burgenanlage führt von einem Parkplatz am Waldrand aus zunächst am Sennhof vorbei und dann etwa 800 Meter weit durch den Wald, bevor der Anstieg direkt zur ersten der Burgen führt. Besonders sehenswert ist dabei die mittlere Burg, von der heute noch ein markanter Torbogen und größere Mauerreste übrig geblieben sind. Auch wenn von den anderen Burgen heute nur noch geringe Reste sichtbar sind, lohnt sich der Aufstieg – nicht zuletzt wegen der frisch angelegten Wanderwege, der tollen Holzsitzbank am Gipfel und dem neuen Gipfelkreuz, das den erreichten Standort optisch markiert und gleichzeitig als Aussichtspunkt dient.
Die Geschichte der Höhenburgen reicht weit zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurden sie bereits im frühen Mittelalter. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach – unter anderem die Herren von Stoffeln, die Herren von Reischach und später die Herren von Hornstein. Alle drei Burgen spielten eine Rolle innerhalb der Landgrafschaft Nellenburg. Ihre strategische Bedeutung wurde jedoch im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ihr Verhängnis: Sie wurden schwer beschädigt und schließlich zerstört. Nach der Belagerung durch Rheingraf Otto Ludwig von Salm-Kyrburg-Mörchingen wurden die verbliebenen Mauern abgetragen, um die Befestigungen unwiederbringlich zu zerstören.
Ein weiterer dunkler Abschnitt in der Geschichte des Hohenstoffeln war der Basaltabbau Anfang des 20. Jahrhunderts, der vor allem die Nordseite des Berges stark beeinträchtigte. Dank des Engagements des Schriftstellers Ludwig Finckh wurde der Berg jedoch vor vollständiger Zerstörung bewahrt. Heute erinnern die eindrucksvollen Ruinen an die einstige Blütezeit der Höhenburgen und laden dazu ein, die Phantasie walten zu lassen, um die einstige Größe der Anlage zu erahnen. Der Ausblick vom Gipfelkreuz ist nicht nur für Wanderer ein Highlight, sondern auch für Naturliebhaber, die die unberührte Bergwelt des Hegaus genießen möchten.