Aussichtspunkt

Hohenkrähen

78247 Hilzingen

Highlights

  • Der Hohenkrähen ist ein vulkanischer Berg bei Hilzingen mit einer Höhe von 636,6 Metern.
  • Auf dem Berg befindet sich die Burgruine Hohenkrähen, die seit dem Mittelalter als Jugendburg genutzt wird.
  • Der Berg beherbergt seltene Pflanzenarten und ist seit 1983 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Tipps

  • Ein Waldparkplatz in Richtung Duchtlingen bietet sich als Ausgangspunkt für den 15-minütigen Aufstieg zur Burgruine Hohenkrähen an.
  • Der steile und teilweise gesicherte Aufstieg über schmale Pfade erfordert Trittsicherheit und ist nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet.
  • Die Pfadfinderschaft Grauer Reiter pflegt die Jugendburg seit 1956 und sorgt für den Erhalt der historischen Ruine.

Eigenschaften

Kinderwagengeeignet Outdoor Parkplatz vorhanden Familie Aktiv Entspannt Ganzjährig

Über Hohenkrähen

Der Hohenkrähen ist ein Berg vulkanischen Ursprungs und erhebt sich nördlich der Stadt Singen im Hegau. Geographisch liegt er im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg und befindet sich teilweise auf der Gemarkung des Gemeindeteils Duchtlingen der Gemeinde Hilzingen. Der markante Phonolith-Kegel ragt etwa 200 Meter hoch aus der Umgebung auf und erreicht eine Höhe von 636,6 Metern über Normalhöhennull. Auf seinem Gipfel thront die Burgruine Hohenkrähen, die einen weiten Blick über die Region ermöglicht. Zu den Aussichtspunkten zählen unter anderem das westliche Bodenseegebiet, der Hohentwiel sowie bei klarem Wetter die Alpenkette im Südosten. Auch im Nordwesten bieten sich Panoramablicke auf Hohenstoffeln, Mägdeberg und Hohenhewen.

Die Geschichte des Hohenkrähen reicht weit zurück. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit. In späterer Zeit diente der Berg unter anderem als Kultstätte für Römer und Alemannen. Im Mittelalter wurde um das Jahr 1180 bis 1190 die Burg Hohenkrähen durch die Herren von Friedingen errichtet. Die Anlage wurde im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach zerstört und letztlich im Zuge des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt. Seitdem liegt die Burganlage als Ruine brach. Bekanntheit erlangte der Berg auch durch den Naturforscher und Dichter Johann Wolfgang von Goethe, der 1797 während seiner Hegau-Reise geologische Beobachtungen am Hohenkrähen festhielt.

Heute wird die Burgruine von der Pfadfinderschaft „Graue Reiter“ gepflegt, die sie seit den 1950er Jahren als Jugendburg nutzt. Der Aufstieg zur Ruine erfolgt über schmale, teils steile Waldpfade, die teilweise mit Stahlseilen gesichert sind. Der Weg ist anspruchsvoll und nicht für Kinderwagen oder rollstuhlgerechte Mobilität geeignet. Dennoch der Aufwand für alle, die eine urige Atmosphäre und eindrucksvolle Steinzeugnisse mittelalterlicher Baukunst schätzen. Der nahegelegene Waldparkplatz in Richtung Duchtlingen bietet eine gute Ausgangsbasis für den etwa 15-minütigen Aufstieg.

Der Hohenkrähen beherbergt zudem eine bemerkenswerte botanische Vielfalt. Der Berg ist teilweise von einem Lindenwald bedeckt und beherbergt seltene Pflanzenarten wie Graues Fingerkraut, Bleicher Schöterich, Berg-Steinkraut, Gefingerter Lerchensporn, Finger-Zahnwurz, Klebriger Salbei und Berg-Lauch. Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung wurde der Berg 1983 als Naturschutzgebiet unter dem Namen „Hohenkrähen“ ausgewiesen. Diese Schutzmaßnahme unterstreicht die landschaftliche und biologische Bedeutung des Berges im südbadischen Raum.

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