Verein Automobilbau-Museum Eisenach e.V.
Highlights
- Denkmalgeschütztes Gebäude O5 aus 1936 beherbergt seit 1991 den Verein Automobilbau-Museum Eisenach e.V. mit historischen Automobilen.
- Verein zeigt Eisenacher Automobile als Ergänzung zur Ausstellung im benachbarten ‚automobile-welt-eisenach‘ seit 1992.
- Namensänderung des Vereins erfolgte 2024; gegründet 1992 mit 18 Mitgliedern (8 Privatpersonen, 10 Firmen) im AWE-Ausstellungspavillon.
Tipps
- Die Ausstellung konzentriert sich auf historische Eisenacher Automobile und ergänzt damit das Angebot des benachbarten ‚automobile-welt-eisenach‘ durch spezifische Schwerpunkte.
- Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1936 bietet authentische Räumlichkeiten, die die historische Verbindung zur ehemaligen ‚Ost-Kantine‘ des Automobilwerks widerspiegeln.
Eigenschaften
Automobilbau-Museum Eisenach: Kultur-Ausflug Friedrich-Naumann-Straße 10
Der Verein Automobilbau-Museum Eisenach e.V. bewahrt und präsentiert die faszinierende Geschichte des Eisenacher Automobilbaus – eine Tradition, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Gegründet von engagierten Mitgliedern, die sich für den Erhalt historischer Fahrzeuge und Dokumente einsetzen, hat der Verein seit seiner Entstehung eine bedeutende Rolle in der regionalen Kultur gespielt. Sein Sitz befindet sich im denkmalgeschützten Gebäude O5 aus dem Jahr 1936, das einst als „Ost-Kantine“ des ehemaligen Automobilwerks diente und heute als Ausstellungsort dient.
Der Verein ergänzt die Ausstellung im benachbarten Museum automobile-welt-eisenach und widmet sich speziell der Darstellung von Eisenacher Automobilen, Motorrädern und historischen Fahrzeugen. Bereits in den 1990er-Jahren organisierte der AME erste Ausstellungen, darunter eine Präsentation im Eisenacher Bürgerhaus und eine Teilnahme an der Oldtimer-Messe Classic Car 93 in Berlin-Köpenick. Später folgten Stationen wie die Techno Classica in Essen, wo seltene Modelle wie der Wartburg 353 oder ein BMW 328 Roadster gezeigt wurden. Besonders prägend war die Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen, etwa der Wartburg Sparkasse, in deren Räumlichkeiten regelmäßig Sonderausstellungen und Mitgliederversammlungen stattfanden.
Ein zentrales Anliegen des Vereins ist die Dokumentation und Restaurierung von Fahrzeugen und Objekten, die die Eisenacher Automobilgeschichte widerspiegeln. Dazu gehören unter anderem der Wartburg Motorwagen von 1899, Prototypen wie der Wartburg 353/400 oder der EMW 340 Kombi, sowie Motorsportfahrzeuge wie der Wartburg 353 WR (Gruppe 2). Durch den Ankauf von Vitrinen, Archivsystemen und restaurierten Exponaten sicherte der Verein wertvolles Kulturgut – etwa den IFA F9 Cabrio oder den BMW R 75 in Militärausführung. Zudem förderte er die Vernetzung mit anderen Oldtimer-Initiativen, etwa durch gemeinsame Ausstellungen im Technik Forum Hanomag in Bockenem.
Der Verein engagiert sich nicht nur für die Ausstellung, sondern auch für die Aufklärung über die Eisenacher Automobilindustrie. Durch Zeitzeugengespräche, Fotoausstellungen und die Präsentation historischer Werkstätten – etwa in der Ruhlaer Karolinenstraße – macht er die technische und kulturelle Bedeutung der Region erlebbar. Mit einem aktiven Vorstand und einer Mischung aus natürlichen und juristischen Mitgliedern setzt sich der AME weiterhin für den Erhalt dieses einzigartigen Erbes ein – immer mit dem Ziel, die Geschichte des Automobilbaus in Eisenach lebendig zu halten.