Teufelstisch
Highlights
- Der Teufelstisch in Hinterweidenthal ist ein 14 Meter hoher Pilzfelsen aus Buntsandstein und ein bekanntes Naturdenkmal im Pfälzerwald.
- Er wurde 2009 als eines der Top 10 deutschen Naturwunder gewählt und ist seit 2006 Nationaler Geotop.
- Der Felsen liegt nahe Kaltenbach, ist über einen kurzen Wanderweg erreichbar und bietet verschiedene Kletterrouten.
Tipps
- Der Teufelstisch ist ein 14 Meter hoher Pilzfelsen im südlichen Pfälzerwald und zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern der Region.
- Vom Parkplatz aus führt ein etwa 10-minütiger Waldweg zum Felsen, der sich gut für einen kurzen Ausflug eignet.
- Auf dem Rückweg kann eine Abkürzung genutzt werden, um Zeit zu sparen und die Strecke angenehmer zu gestalten.
Eigenschaften
Über Teufelstisch
Der Teufelstisch in Hinterweidenthal ist ein beeindruckender Pilzfelsen im südlichen Pfälzerwald und zählt zu den bekanntesten Naturdenkmälern der Pfalz. Mit einer Höhe von rund 14 Metern und einer Tischplatte von etwa 50 Quadratmetern erinnert der aus Buntsandstein bestehende Felsen optisch an einen riesigen Steinbartisch. Seine markante Form und das filigrane Gleichgewicht der Steinplatte auf einem schlanken Felsfuß machen ihn zu einem geologischen Besonderheit und landschaftlichen Wahrzeichen der Region. Der Felsen trägt die Naturdenkmalnummer ND-7340-241 und wurde aufgrund seiner herausragenden geologischen Bedeutung 2006 als Nationaler Geotop ausgezeichnet. 2009 erreichte er zudem Platz sieben bei der Wahl der deutschen Naturwunder.
Der Teufelstisch steht etwa 400 Meter südlich der Bundesstraße 10 auf einem Bergrücken westlich von Hinterweidenthal-Kaltenbach. Er überragt die umliegende Waldregion deutlich und ist sowohl tagsüber als auch nachts von der Straße aus sichtbar, da er gezielt von Norden her angestrahlt wird. Ein nahegelegener Parkplatz bietet guten Ausgangspunkt für den kurzen Wanderweg zum Felsen, der etwa zehn Minuten zu Fuß entfernt ist. Der Höhenunterschied beträgt rund 50 Meter. Für Besucher gibt es auch die Möglichkeit, den Weg zu verkürzen und eine Rutsche zu nutzen. Der nahegelegene Bahnhof Hinterweidenthal Ort ist nur in den Sommermonaten erreichbar.
In unmittelbarer Nähe des Teufelstischs befinden sich weitere bemerkenswerte Felsformationen wie die Teufelsschmiede und die Teufelsküche. Auch der etwa 400 Meter entfernte Handschuh-Kopf ist vom Felsen aus sichtbar und beherbergt weitere interessante Felsbildungen. Der Teufelstisch ist Teil des Dahner Felsenlands, einer geologisch vielfältigen Region im Südosten des Pfälzerwaldes, in der solche Steinformationen häufig vorkommen. Dennoch hebt sich der Hinterweidenthaler Teufelstisch durch seine Größe und Form deutlich von den anderen Felsen ab. Mehr als 20 Pilzfelsen gibt es im Pfälzerwald, doch nur wenige erreichen die Dimensionen und Bekanntheit des hier beschriebenen Naturwunders.
Der Felsen hat nicht nur geologische, sondern auch kulturelle Relevanz. Schon seit dem 19. Jahrhundert ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Mehrfach wurde er auf rheinland-pfälzischen und deutschen Briefmarken abgebildet. Eine Sage rankt sich um seine Entstehung: Demnach habe der Teufel selbst den Felsen erschaffen, um an ihm zu speisen. Literarisch verarbeitet wurde diese Sage unter anderem durch den pfälzischen Dichter Fritz Claus. Auf der Tischplatte wuchs bis 1999 eine Kiefer, die heute durch eine jüngere ersetzt wurde. Der Teufelstisch bleibt ein faszinierendes Beispiel für die natürliche Formungskraft der Erdgeschichte und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.