Vogelfreistätte Lindenweiher
Highlights
- Der Lindenweiher ist ein 3,5 Hektar großes Stillgewässer bei Hochdorf im Landkreis Biberach.
- Er entstand im 12. Jahrhundert durch die Anlage eines Dammes bei der Burg Linden.
- Das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Lindenweiher ist Teil des FFH-Gebiets Umlachtal und Riß.
Tipps
- Beim Besuch des Lindenweihers in Hochdorf auf das Vogelschutzgebiet achten und Ruhe bewahren, um die Tierwelt nicht zu stören.
- Wanderwege rund um den Weiher bieten lohnenswerte Einblicke in die regionalen Feuchtgebiete und Streuwiesen.
- Bei Angelbesuchen rechtzeitig prüfen, ob der örtliche Angelsportverein freie Plätze anbietet oder eine Voranmeldung erforderlich ist.
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Vogelfreistätte Lindenweiher Hochdorf
Die Vogelfreistätte Lindenweiher befindet sich in der Gemeinde Hochdorf im Landkreis Biberach in Baden-Württemberg. Das rund 3,5 Hektar große Stillgewässer liegt im Tal der Riß, etwa 2,2 Kilometer südwestlich der Ortsmitte von Hochdorf beim Weiler Linden. Auf einer Höhe von 548,6 Metern über Normalhöhennull ist der Weiher in eine landschaftlich reizvolle Region eingebettet. Ursprünglich entstand der Lindenweiher im 12. Jahrhundert durch die Aufschüttung eines Damms beim Bau der Burg Linden am nördlichen Ufer. Heute gehört das Gewässer dem Land Baden-Württemberg und wird an einen örtlichen Angelsportverein verpachtet.
Der Lindenweiher verfügt über ein Einzugsgebiet von 94 Hektar. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 0,9 Meter, an der tiefsten Stelle sind es 2,1 Meter. Das Wasservolumen beläuft sich auf etwa 33.000 Kubikmeter. Der Weiher wird hauptsächlich durch Quelltöpfe sowie über Wiesen- und Entwässerungsgräben gespeist. Der Abfluss erfolgt nur bei Hochwasser über einen Wiesengraben und den Fluss Riß, der schließlich in die Donau und damit ins Schwarze Meer mündet. Diese besondere hydrologische Lage trägt zur Eigenart des Weihers bei und prägt auch seine ökologischen Bedingungen.
Ökologisch gesehen spielt der Lindenweiher eine bedeutende Rolle im regionalen Naturschutz. Seit Beginn des neuen Jahrtausends ist Hochdorf über das Aktionsprogramm zur Sanierung oberschwäbischer Seen an Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Gewässers beteiligt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduktion von Nährstoffeinträgen, um die Wasserqualität langfristig zu sichern. Etwa 60 Prozent des Einzugsgebiets werden landwirtschaftlich genutzt, wobei rund ein Drittel davon als Grünland und der größere Teil als Ackerfläche genutzt wird.
Die biologische Vielfalt am Lindenweiher ist eng mit den umliegenden Streuwiesen und dem Großseggenried am Ufer verbunden. Diese Lebensräume bieten ideale Bedingungen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Besonders hervorzuheben ist die hohe naturschutzfachliche Wertigkeit des Gewässers, weshalb es sowohl als Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Lindenweiher“ als auch als Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Hinzu kommt die Einbindung in das FFH-Gebiet „Umlachtal und Riß südlich Biberach“, das den Schutz besonders wertvoller Lebensräume gewährleistet.
Die Vogelfreistätte Lindenweiher ist somit ein bedeutender Bestandteil der regionalen Natur und ein lohnendes Ausflugsziel für Naturliebhaber. Die ruhige Lage, die vielfältige Fauna und Flora sowie die klare Verzahnung mit dem Landschaftsschutz machen den Weiher zu einem besonderen Ort im südlichen Baden-Württemberg. Besucher können hier die Natur ungestört beobachten und sich von der besonderen Atmosphäre eines von Geschichte und Naturschutz geprägten Gewässers inspirieren lassen.
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Häufige Fragen zu Vogelfreistätte Lindenweiher
Wo befindet sich der Lindenweiher?
Quelle: wikipedia
Warum ist der Lindenweiher ein Naturschutzgebiet?
Quelle: wikipedia
Wie groß ist der Lindenweiher?
Quelle: wikipedia
Seit wann existiert der Lindenweiher?
Quelle: wikipedia