Wallfahrtskirche Tuntenhausen
Highlights
- Die Wallfahrtskirche Tuntenhausen ist seit 1441 Ziel von Pilgern aus Altbayern und Tirol.
- Die gotische Basilika wurde 1629 fertiggestellt und 1942 durch Papst Pius XII. erhoben.
- Sie beherbergt wertvolle Kunstwerke wie den Hochaltar von Kurfürst Maximilian I.
Tipps
- Die Wallfahrtskirche Tuntenhausen ist eine der größten Krippen und lohnt einen Besuch, besonders während der Messe im Hochaltarstil (Ad Orientem).
- Von Ostermünchen aus führt ein schöner Wanderweg zur Kirche, ideal für einen Tagesausflug in die Benediktenfilze.
- Kirchenführungen bieten vertiefte Einblicke in Geschichte, Kunst und religiöse Bedeutung der Basilika und können vorab angefragt werden.
Eigenschaften
Über Wallfahrtskirche Tuntenhausen
Die Wallfahrtskirche Tuntenhausen liegt im bayerischen Landkreis Rosenheim und zählt zu den bedeutenden sakralen Kulturdenkmälern der Region. Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein architektonisches und historisches Zeugnis mehrerer Jahrhunderte. Bereits um das Jahr 1000 wird die Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zu einem wichtigen Wallfahrtsort, der seit dem 15. Jahrhundert Pilger aus weiten Teilen Süddeutschlands und Tirols anzieht.
Der heutige Kirchenbau entstand im Zuge der Gegenreformation und wurde im 17. Jahrhundert fertiggestellt. Der imposante Doppelturm im Westen sowie das gotische Choroktagon mit dem berühmten Gnadenbild prägen das Erscheinungsbild der Basilika. Die dreischiffige Hallenkirche mit Chorumgang entstand um das erhaltene spätmittelalterliche Chorpolygon und wurde durch Fürsten und Adelige reich ausgestattet. So stiftete Kurfürst Maximilian I. den Hochaltar samt Chorgitter, während andere Gönner Figuren, Altäre und kunstvolle Ausstattungsgegenstände spendeten.
Ein besonderes Highlight der Kirche ist das Gnadenbild der Mutter Gottes, das um 1750 kunstvoll in einen barocken Rahmen mit Engeln und Anrufungen gefasst wurde. Die Lauretanische Litanei, in Form von vier Kartuschen dargestellt, unterstreicht die Bedeutung des Ortes für die Frömmigkeit und Volkskultur der Region. Auch die kunstvolle Kanzel aus der Barockzeit sowie der historische Orgelprospekt mit Posaunenengel und Uhrzifferblatt gehören zu den sehenswerten Details. Im Jahr 1942 erhob Papst Pius XII. die Kirche zur Basilika, was ihre geistliche und kulturelle Bedeutung unterstreicht.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die Kirche 2019 feierlich wiedereingeweiht. Die Sanierung brachte unter anderem eine neue Orgel in einem historischen Gehäuse unter. Die Wallfahrtskirche bleibt ein Ort der Andacht, aber auch ein kulturelles Zentrum, das Besucher mit seiner Architektur, Geschichte und sakralen Ausstattung beeindruckt. Führungen bieten die Möglichkeit, die kunsthistorischen und religiösen Schätze des Ortes vertieft zu entdecken.