Höhle

Hexenhöhle

48477 Hörstel

Highlights

  • Die Hexenhöhle auf dem Huckberg ist eine 27,4 Meter lange, begehbare Sandsteinhöhle mit menschlichen Erweiterungen.
  • Ihr Name geht auf eine Sage über Walpurgisnacht zurück.
  • Besonderheit der Höhle sind wurmähnliche Lehmauflagerungen, sogenannte Vermikulationen.

Tipps

  • Die Hexenhöhle ist eine 27,4 Meter lange, begehbare Sandsteinhöhle auf dem Huckberg und lohnt sich besonders mit Kindern.
  • Für die Erkundung ist eine starke Taschenlampe notwendig, da es innen sehr dunkel wird.
  • Vom Höhleneingang aus führt ein steiler und schwieriger Weg nach Norden, der mit festem Schuhwerk besser gemeistert wird.

Eigenschaften

Outdoor Familie Ganzjährig

Über Hexenhöhle

Die Hexenhöhle befindet sich im Naturraum des Huckbergs nördlich der Ortschaft Bevergern im Kreis Steinfurt, im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Huckberg bildet das westliche Ende des Teutoburger Waldes und ragt mit einer Höhe von 96 Metern über dem Meeresspiegel aus der umliegenden Landschaft hervor. Geologisch gesehen besteht der Berg überwiegend aus Osning-Sandstein, der hier durch natürliche und menschliche Einflüsse geformt wurde. Die Höhle selbst erstreckt sich über eine Länge von 27,4 Metern und ist vollständig begehbar. Teilweise verläuft sie in natürlicher Form im Sandstein, wurde aber an einigen Stellen durch menschliche Hand erweitert.

Der Name „Hexenhöhle“ leitet sich aus einer regionalen Sage ab, wonach an dieser Stelle Walpurgisnacht-Zeremonien stattgefunden haben sollen. Eine Besonderheit der Höhle sind sogenannte Vermikulationen – wurmähnliche Lehmauflagerungen, die sich in enger Spalten und Hohlräumen gebildet haben. Aufgrund der teilweise engen und dunklen Bereiche ist für einen Höhlenbesuch eine zuverlässige Lichtquelle unerlässlich; eine einfache Taschenlampe des Smartphones reicht nur bedingt aus. Der Zugang zur Höhle erfolgt über Wege, die sich auch im Rahmen der Teutoschleife Bevergerner Pättken erschließen lassen.

In unmittelbarer Nähe befindet sich zudem die ehemalige Gravenhorster Schlucht, die durch den Bau des Mittellandkanals entstand und den Huckberg vom übrigen Teutoburger Wald abtrennt. Südlich verläuft parallel dazu der Dortmund-Ems-Kanal. Historisch gesehen spielte der Huckberg eine bedeutende Rolle bei der Steinabbauwirtschaft der Region. Seit dem Mittelalter wurde hier Sandstein abgebaut, unter anderem für den Bau kirchlicher und städtischer Bauwerke in Rheine. Noch heute sind Überreste einer alten Sommerrodelbahn aus den 1950er Jahren sichtbar, darunter Seilrollen, Betonschwellen und Teile der Bergstation.

Die Umgebung der Hexenhöhle lädt zu Wanderungen und Naturerlebnissen ein. Der nahegelegene Kanal bietet zudem Einblicke in die Funktion einer Schleuse, was besonders für Familien mit Kindern von Interesse ist. Die ansprechende Landschaft und die Kombination aus geologischen Besonderheiten sowie historischen Spuren machen die Gegend zu einem lohnenswerten Ziel für naturinteressierte Besucher. Die Höhle selbst ist ein kleiner, aber faszinierender Bestandteil dieses vielschichtigen Natur- und Kulturraums im nördlichen Teil des Teutoburger Waldes.

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