Naturschutzgebiet

Torflöcher am Galgenkamp

48477 Hörstel

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Torflöcher am Galgenkamp in Hörstel umfasst 8,81 Hektar und wurde 1994 unter Schutz gestellt.
  • Es beherbergt seltene Amphibien und Niedermoorflächen mit Verlandungsvegetation.
  • Das Gebiet liegt südwestlich von Hörstel und westlich von Bevergern, umgeben von weiteren Naturschutzflächen.

Tipps

  • Das Gelände ist reich strukturiert mit alten Baumhecken, Gräben und Ufergehölzen – ideal für Beobachtungen seltener Amphibien und Wasserpflanzen.
  • Im östlichen Bereich befinden sich ehemalige Torfgruben, heute stark verlandete Tümpel mit Schilf- und Seggenbeständen sowie vereinzelten Schwimmblattflächen.
  • Ein nördlicher Wassergraben mit Erlenstangenforst und Uferhochstauden bietet Lebensraum für typische Feuchtgebietearten.

Eigenschaften

Outdoor Entspannt Ganzjährig

Ausflug Natur Schutz NSG Torflöcher am Galgenkamp Hörstel

Das Naturschutzgebiet „Torflöcher am Galgenkamp“ befindet sich im nordrhein-westfälischen Hörstel im Kreis Steinfurt. Es liegt südwestlich der Kernstadt Hörstel und westlich des Ortsteils Bevergern. Nördlich des Gebiets verlaufen der Dortmund-Ems-Kanal sowie die Autobahn A 30, während südlich die Landesstraße L 591 führt. Im unmittelbaren Umfeld grenzen weitere Naturschutzflächen an, darunter das 6,45 Hektar große NSG Swattet Möörken im Westen und das 8,15 Hektar große NSG Saltenwiese-Fernrodde im Süden. Seit dem Jahr 1994 ist das rund 8,81 Hektar große Areal unter der Kenn-Nummer ST-101 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und trägt den offiziellen Schutzstatus „Naturschutzgebiet, einstweilig sichergestellt“.

Das Gelände des NSG „Torflöcher am Galgenkamp“ erstreckt sich über eine entwässerte Niedermoorsenke, die heute überwiegend als Weideland für Pferde und Rinder genutzt wird. Charakteristisch für das Gebiet sind seine strukturreichen Landschaftselemente: alte Baumhecken, Gräben, Ufergehölze, Eichenreste sowie Erlenanpflanzungen prägen das Landschaftsbild. Im Zentrum des Areals befindet sich ein Maisacker, während im nördlichen Teil ein etwa 80 Meter langer Wassergraben mit Ausbuchtungen durch einen nesselreichen Erlenstangenforst führt. Südlich davon liegen vier weitere Kleingewässer, die vermutlich auf historischen Torfabbaus zurückgehen. Diese Tümpel sind heute mehr oder weniger stark eutrophiert und verschlammt, einige von ihnen ehemals als Fischteiche genutzt. Zwei der Gewässer wurden offenbar in den Jahren nach 1991 verfüllt.

Das Schutzziel des Gebiets liegt in der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten wildlebender Pflanzen- und Tierarten, insbesondere solcher, die an Stillgewässer mit Verlandungsvegetation gebunden sind. Zu den schutzwürdigen Biotoptypen zählen unter anderem natürliche und naturnahe stehende Gewässer, Nass- und Feuchtweiden sowie verschiedene Formen von Ufer- und Feuchtbiotopen. Aufgrund seiner strukturreichen Ausprägung beherbergt das NSG eine Vielzahl an Pflanzenarten, darunter unter anderem Gelbe Schwertlilie, Große Brennessel, Gemeiner Gilbweiderich sowie verschiedene Seggen- und Binsearten. Auch für Amphibienarten von erdgeschichtlicher Bedeutung, darunter die nachgewiesene Knoblauchkröte, bietet das Gebiet geeignete Lebensräume. Hinzu kommen Hinweise auf das Vorkommen von Teichhuhn und Graureiher, was die ökologische Wertigkeit des Areals unterstreicht.

Das NSG „Torflöcher am Galgenkamp“ ist Teil eines größeren ökologischen Netzwerks im Raum Hörstel und trägt maßgeblich zur Arten- und Biotopschutzstrategie des Kreises Steinfurt bei. Trotz landwirtschaftlicher Nutzung in Teilen des Gebiets bleibt der Erhalt der Feuchtbiotope und der darauf spezialisierten Arten im Fokus der Naturschutzmaßnahmen. Die Fläche wird durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen erfasst und fachlich betreut. Das Schutzregime ist bis ins Jahr 2038 befristet, wobei die Verordnung rechtskräftig ist und somit langfristige Sicherheit für den Erhalt der ökologischen Funktionen des Gebiets bietet.

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Häufige Fragen zu Torflöcher am Galgenkamp

Wo befindet sich das Naturschutzgebiet „Torflöcher am Galgenkamp“?
Das Naturschutzgebiet „Torflöcher am Galgenkamp“ liegt südwestlich der Stadt Hörstel im Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen. Es grenzt westlich an Bevergern. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Fläche hat das Naturschutzgebiet „Torflöcher am Galgenkamp“?
Das Gebiet umfasst eine Fläche von 8,81 Hektar und ist seit 1994 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. {stand}.

Quelle: wikipedia

Warum wurde das Gebiet „Torflöcher am Galgenkamp“ unter Naturschutz gestellt?
Es wurde geschützt zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften, insbesondere von Stillgewässern mit Verlandungsvegetation und seltenen Amphibien in ehemaligen Torfabbaugebieten. {stand}.

Quelle: wikipedia

Welche Tierarten sind im NSG „Torflöcher am Galgenkamp“ besonders geschützt?
Geschützte Arten umfassen die Knoblauchkröte, Teichhuhn und Graureiher. Diese hängen von den feuchten Lebensräumen des Gebiets ab. {stand}.

Quelle: website

Wie viele Kleingewässer gibt es im Naturschutzgebiet?
Im Gebiet befinden sich fünf Kleingewässer, von denen vier vermutlich durch früheren Torfabbau entstanden sind. {stand}.

Quelle: website