Zum Pilgrim
Highlights
- Die Freimaurerloge „Zum Morgenstern“ in Hof wurde 1799 gegründet und zählt heute rund 80 Mitglieder.
- Sie fördert Toleranz, Brüderlichkeit und den Austausch über weltanschauliche Grenzen hinweg.
- Ihre Archive wurden 1933 beschlagnahmt und teilweise 2016 in Berliner Archiven wiedergefunden.
Tipps
- Besucher sollten sich über die historische Bedeutung der Loge informieren, die seit 1799 besteht und eine reiche Tradition der Humanität und Toleranz pflegt.
- Regelmäßige Vorträge und Klubabende bieten Gelegenheiten zum Mitmachen und Vertiefen des Verständnisses für freimaurerische Ideale.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Zum Pilgrim in Hof - Ausflugstipp für Geschichte
Die Freimaurerloge „Zum Morgenstern“ in Hof ist ein historisch und kulturell bedeutsamer Ort, der seit seiner Gründung im Jahr 1799 ein Zentrum geistiger und gesellschaftlicher Begegnung darstellt. Als Verein versteht sie sich als Bruderbund, der Menschen unterschiedlichster Herkunft, Überzeugung und Herkunft vereint. Geprägt von den Idealen der Aufklärung, steht die Loge für Werte wie Toleranz, Menschenliebe, Brüderlichkeit und den respektvollen Umgang miteinander – Prinzipien, die seit ihrer Gründung unverändert im Zentrum ihres Handelns stehen.
Die Loge wurde von Carl Christian von Morg gegründet, einem preußischen Offizier und Kammerherrn, der nicht nur militärische Erfahrung mitbrachte, sondern auch über freimaurerische Erfahrungen verfügte. Unter seiner Leitung etablierte sich „Zum Morgenstern“ als Ort des geistigen Austauschs und der ethischen Selbstbildung. Die Mitglieder der Loge verstehen ihre Arbeit als „Arbeit am rauhen Stein“ – eine Metapher für die ständige persönliche und gesellschaftliche Verbesserung. Die Loge versteht sich dabei nicht als elitärer Zirkel, sondern als offene Gemeinschaft, in der Handwerker ebenso eine Heimat finden wie Akademiker oder Angestellte.
Ein besonderes Kapitel in der Geschichte der Loge bildet die Zeit des Nationalsozialismus. 1933 wurden die Archivalien der Loge beschlagnahmt und gingen für Jahrzehnte verloren. Erst im Jahr 2016 gelang es, Teile der Unterlagen im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin sowie in Archiven in Leipzig und Poznan wiederzufinden. Diese Funde ermöglichten einen tieferen Einblick in die Tradition und die Wurzeln der Loge und unterstreichen ihren kulturellen Wert als historisches Denkmal bürgerlicher Selbstorganisation und ethischen Denkens.
Heute zählt die Loge rund 80 Mitglieder, die sich regelmäßig zu Klubabenden und Tempelarbeiten treffen. Dabei pflegen sie nicht nur die Tradition mittelalterlicher Rituale, sondern leben auch den Austausch über aktuelle gesellschaftliche und philosophische Themen. Die Freimaurerei versteht sich dabei als offener Männerbund, der Partnerinnen und Familien einbezieht und gleichzeitig den ethischen Werten der europäischen Aufklärung verpflichtet bleibt. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung setzt die Loge weiterhin ein Zeichen für Verständigung, Toleranz und humanitäres Denken.
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Häufige Fragen zu Zum Pilgrim
Wann wurde die Freimaurerloge 'Zum Morgenstern' in Hof gegründet?
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Wer war der erste Meister vom Stuhl der Loge 'Zum Morgenstern'?
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Was ist das Selbstverständnis der Freimaurerei laut der Großloge der A.F.A.M.?
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Wie viele Mitglieder hat die Loge 'Zum Morgenstern' heute?
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Was geschah mit dem Archiv der Loge während der NS-Zeit?
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