Museum Hohenau an der March
Highlights
- Das Museum Hohenau zeigt Dauerausstellungen zu Ortsgeschichte, dem Maler Oskar Sima und der Eisenbahngeschichte mit historischen Objekten.
- Aktuelle Sonderausstellungen behandeln Themen wie ‚Himmlische Funde‘ (2026) und die Geschichte der Nordbahn (2025) mit regionalen Schwerpunkten.
- Das Museum bewahrt das Archiv der Zuckerfabrik Hohenau (1867–2005) und pflegt Partnerschaften mit dem slowakischen Záhorské Múzeum Skalica.
Tipps
- Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität bietet der stufenlose Zugang zur Eisenbahnsammlung und den Außenanlagen eine barrierearme Erkundung der Ausstellungsbereiche.
Eigenschaften
Kultur erleben: Museum Hohenau an der March
Das Museum Hohenau an der March ist ein kulturelles Zentrum, das die vielfältige Geschichte und regionale Identität des Ortes lebendig hält. Gegründet wurde es im Jahr 1982, und seither engagiert es sich für die Bewahrung von Erinnerungen und Objekten aus Hohenau und der umliegenden Grenzregion. Unter der Leitung von Wilhelm Swatschina als Museumskustos und mit Unterstützung durch lokale Initiativen wie die Zuckerfabrik-Archivbetreuung seit 2005 wird das Museum zu einem Ort der Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Dauerausstellung gliedert sich in drei zentrale Bereiche: die Ortsgeschichte, die Lebenswelt des Schriftstellers Oskar Sima sowie die Geschichte der Eisenbahn, insbesondere der Nordbahn. Jeder dieser Themenkomplexe bietet Einblicke in das Leben in Hohenau und der Marchregion, von handwerklichen Traditionen bis hin zu industriellen Entwicklungen. Besonders wertvoll ist die Partnerschaft mit dem Záhorské Múzeum Skalica in der Slowakei, die den Austausch und die gemeinsame Aufarbeitung der Grenzlandgeschichte fördert.
Regelmäßig erweitert das Museum sein Programm durch Sonderausstellungen, die aktuelle Themen aufgreifen. So wurden bereits Werke zur Eisenbahngeschichte, künstlerische Projekte wie die Ausstellung von Gerlinde-Mara Süss oder gesellschaftliche Gedenkjahre thematisiert. Die aktuelle Sonderausstellung „Himmlische Funde“ und das Projekt „Jeder kann bauen – ob alt, ob jung“ zeigen die Vielfalt der Präsentationen, die sowohl historische als auch zeitgenössische Perspektiven verbinden. Auch der Sammelaufruf des Museums lädt Besucher:innen ein, eigene Erinnerungen und Objekte zur regionalen Geschichte beizusteuern.
Das Museum befindet sich in einem historischen Weinviertler L-Hof, der über ein Jahrhundert alt ist und durch Umbauten geprägt wurde. Die Barrierefreiheit ist hier nur teilweise gegeben: Während die Eisenbahnsammlung und die Außenanlagen stufenlos zugänglich sind, erfordert der Zugang zu den Sonderausstellungen und Teilen der Dauerausstellung den Aufstieg über eine Stiege. Ein barrierefreies WC ist im nahen March-Thaya-Zentrum verfügbar. Das Museum legt Wert darauf, Exponate nicht hinter Glas zu präsentieren, sondern sie direkt erlebbar zu machen – allerdings mit der Bitte um sorgsamen Umgang, besonders bei handwerklichen Objekten mit scharfen Kanten.
Mit Ausstellungen in Deutsch, Englisch, Slowakisch und Tschechisch spricht das Museum nicht nur die lokale Bevölkerung an, sondern auch internationale Besucher:innen, die sich für die kulturellen und historischen Bezüge der Marchregion interessieren. Ob als Ort der Reflexion über die Vergangenheit oder als Plattform für kreative und gesellschaftliche Diskurse – das Museum Hohenau an der March bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für alle, die sich für die Geschichten dieses Grenzlandes begeistern.