Museum auf Zeit
Highlights
- Das Museum auf Zeit zeigt mittelalterliche Burgbestandteile der Langburg (ab 12. Jh.) wie Zugbrücke, Burghof und Kapelle.
- Ausstellungen präsentieren Porträts ehemaliger Burgbewohner sowie historische Tüchlein-Miniaturen aus dem 17.–18. Jahrhundert.
- Hohenems war sieben Jahrhunderte unter adeliger Herrschaft und beherbergte eine jahrhundertelange jüdische Gemeinde mit eigenem Bürgermeister.
Tipps
- Die Ausstellung zeigt originale Burgstrukturen wie einen Burghof und einen Pulverturm, die Einblicke in die mittelalterliche Architektur der Langburg ermöglichen.
- Porträts ehemaliger Burgbewohner und historische Darstellungen der Burgen Alt-Ems und Neu-Ems ergänzen die Präsentation zur regionalen Geschichte des 16. Jahrhunderts.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Museum Hohenems: Museum auf Zeit
Das Museum auf Zeit in Hohenems lädt Besucher:innen zu einer faszinierenden Reise durch die Geschichte der Region ein. Im Herzen der historischen Langburg, die bereits im 12. Jahrhundert entstand, zeigt das Museum authentische Spuren mittelalterlicher Architektur wie einen Burghof, einen Pulverturm und eine Kapelle. Besonders beeindruckend ist die Verbindung zur Hohenemser Kulturlandschaft, die sich in Gemälden wie dem Werk von Hans Jakob Noppis widerspiegelt – etwa in Darstellungen der Burgen Alt-Ems und Neu-Ems. Porträts ehemaliger Burgbewohner ergänzen die Ausstellung und vermitteln ein lebendiges Bild vergangener Epochen.
Ein zentrales Thema des Museums ist die jüdische Geschichte Hohenems, die über 300 Jahre eine prägende Rolle spielte. Die jüdische Gemeinde war europaweit vernetzt und verfügte zeitweise sogar über eigene Institutionen wie einen Bürgermeister. Diese einzigartige Tradition wird in der Ausstellung durch historische Dokumente und Alltagsgegenstände dokumentiert. Ergänzt wird das Angebot durch die Sozialgeschichte der Region: So stammt das Gebäude des Museums ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert und war einst im Besitz des Kaufmanns Josef Löwenberg, dessen Haus heute als städtisches Bürgerhaus erhalten ist.
Ein besonderes Highlight sind die „Tüchlein“-Bilder von Heilgard Bertel, die Miniaturen aus Textilien darstellen. Diese Kunstform verbindet traditionelle Maltechniken mit moderner Interpretation und zeigt, wie Leinwandbilder die gotische Temperamalerei auf Holz ablöst. Die Ausstellung veranschaulicht zudem die Entwicklung der Stadt Hohenems – von der mittelalterlichen Burg über die Umgestaltung des Flusslaufs im 19. Jahrhundert bis hin zu modernen Projekten wie der Eröffnung des Löwensaals oder des Legge-Museums im historischen Gasthaus „Engelburg“. So wird die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart greifbar.
Das Museum auf Zeit richtet sich nicht nur an Geschichtsinteressierte, sondern auch an Schulklassen, die durch geführte Touren einen Einblick in die regionale Kultur erhalten. Das Fotoarchiv des Kulturkreises Hohenems sowie historische Straßennamen und Sagen ergänzen das Angebot und machen das Museum zu einem lebendigen Ort des Wissens. Wer die Spuren von sieben Jahrhunderten adeliger Herrschaft und einer blühenden jüdischen Gemeinde nachspüren möchte, findet hier eine einzigartige Mischung aus Architektur, Kunst und Geschichte.
Besonders die „Sagenhafte“ Reisebeschreibungen des ältesten Kaffeehauses Vorarlbergs wecken die Fantasie und zeigen, wie lebendig die Vergangenheit in Hohenems bis heute ist. Ob als Teil einer Stadterkundung oder als vertiefende Kulturreise – das Museum auf Zeit bietet eine inspirierende Zeitreise in die Geschichte einer Stadt, die sich durch ihre Vielfalt auszeichnet.