Arthur-Boskamp-Stiftung
Highlights
- Die Arthur-Boskamp-Stiftung zeigt raumgreifende Installationen, die meteorologische Echtzeitdaten fernliegender Landschaften in den Ausstellungsraum übertragen.
- Seit 2022 wird der 1911 erbaute Högerbau von Fritz Höger durch die Stiftung gemeinsam mit einem Kieler Architekturbüro renoviert.
- Die Ausstellung verbindet regionale Nahrungsmittel und saisonale Rezepte aus Portugal und Norddeutschland durch Illustrationen und ein Kochbuch.
Tipps
- Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht Besuchern einen ungehinderten Eintritt in die Ausstellung.
- Ein spezieller Parkplatz für Rollstuhlfahrer steht in unmittelbarer Nähe des Gebäudes zur Verfügung.
- Die aktuelle Ausstellung verbindet regionale Nahrungsmittel aus Zentralportugal und Norddeutschland durch Illustrationen und ein Kochbuch.
Eigenschaften
Kultur & Museum in Hohenlockstedt: Arthur-Boskamp-Stiftung
Die Arthur-Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt ist ein lebendiger Ort der Kultur und zeitgenössischen Kunst, der sich mit gesellschaftlichen, ökologischen und historischen Fragestellungen auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den unsichtbaren Verbindungen zwischen Natur, Erinnerung und Institutionen – eine Thematik, die die Stiftung durch innovative Ausstellungen und künstlerische Projekte aufgreift.
Ein zentrales Projekt ist die Ausstellung Transmitting Wind der Künstlerin Eda Aslan, die meteorologische Daten eines fernen Staubsturms in Echtzeit in den Ausstellungsraum überträgt. Durch Ventilatoren wird die Bewegung des Sturms greifbar gemacht und verweist auf die politischen und materiellen Spuren, die in atmosphärischen Phänomenen liegen. Die Arbeit verbindet so ferne Geografien mit lokalen Wahrnehmungen und hinterfragt die unsichtbaren Sedimente der Erinnerung, die in Sammlungen und Institutionen verborgen sind.
Die Stiftung nutzt dafür den historischen Högerbau, ein 1911 von Fritz Höger entworfenes ehemaliges Soldatenheim, das seit 2022 unter Mitwirkung des Kieler Architekturbüros Archi-Tektur PartG mbB renoviert wird. Das Gebäude selbst wird durch Führungen zugänglich gemacht, die Einblicke in seine Architektur und Geschichte bieten. Die Ausstellungen sind frei zugänglich, während begleitende Programme wie Comic-Kurse für Kinder und Jugendliche oder Filmvorführungen das kulturelle Angebot erweitern.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung zwischen regionalen und globalen Perspektiven: Die Ausstellung verbindet Illustrationen und ein Kochbuch mit saisonalen Rezepten aus Zentralportugal und Norddeutschland. Damit wird nicht nur kulinarische Tradition, sondern auch der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und ihren ökologischen Praktiken sichtbar gemacht. Eine zweisprachige Publikation (Deutsch/Portugiesisch) begleitet die Ausstellung und vertieft die Inhalte.
Die Arthur-Boskamp-Stiftung versteht sich als Ort der Reflexion und des Dialogs – ob durch künstlerische Installationen, historische Bauten oder partizipative Formate. Sie lädt Besucher:innen ein, sich mit den komplexen Zusammenhängen von Natur, Geschichte und Institutionen auseinanderzusetzen und dabei neue Perspektiven zu entdecken. Der rollstuhlgerechte Zugang und Parkplatz machen die Stiftung für alle zugänglich.