Gautschgrotte
Tipps
- Der Weg zur Gautschgrotte ist etwa 200 Meter lang und führt vom Malerweg aus durch das „Kalte Loch“.
- Gefährdete Stellen wie steile Abhänge erfordern besondere Vorsicht, insbesondere mit Kindern oder Hunden.
- Ein kleiner Bach fließt in die Grotte und bildet im Winter Eissäulen von bis zu 18 Metern Höhe.
Eigenschaften
Über Gautschgrotte
Die Gautschgrotte liegt im Ort Hohnstein im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und zählt zu den markanten Natursehenswürdigkeiten der Region. Sie ist eine etwa 40 Meter breite und 18 Meter hohe Schichtfugenhöhle im Brandgebiet, westlich oberhalb des Polenztals gelegen. Die Grotte befindet sich am Malerweg, einem bekannten Wanderpfad zwischen Großen und Kleinen Halben, und bildet den Abschluss des sogenannten „Kalten Lochs“. Ein kleiner Weg führt vom Malerweg etwa 200 Meter zur Höhle.
Die natürliche Sandsteinformation ist nicht nur wegen ihrer imposanten Ausmaße bemerkenswert, sondern auch wegen ihrer besonderen Lage inmitten einer malerischen Felslandschaft. Ein kleiner Bach fließt gelegentlich von oben in die Grotte und bildet im Winter Eissäulen von bis zu 18 Metern Höhe. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere geologische Besonderheiten, darunter der Diebskeller, eine kleinere Schichtfugenhöhle am Rand eines ehemaligen Steinbruchs.
Benannt ist die Höhle nach dem Rechtsanwalt Karl Gautsch, der sich um die Erforschung der Geschichte des Elbsandsteingebirges verdient gemacht hat. Zu seinen Ehren wurde 1881 eine Gedenkplatte in der Grotte angebracht. Die Gautschgrotte ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel für Natur- und Wanderbegeisterte, sondern auch ein Ort von historischer und geologischer Bedeutung. Im Jahr 2009 ereignete sich hier ein tragischer Unfall, bei dem der bekannte Hohnsteiner Bergsteiger Matthias Gäbler tödlich verunglückte.
Ein Wanderweg führt märchenhaft an Felsen, Schluchten und Wäldern entlang direkt zur Grotte und ermöglicht einen abwechslungsreichen Spaziergang durch das Elbsandsteingebirge. Teilweise sind aufgrund des tiefen Abhangs besondere Vorsicht und sichere Begleitung für Kinder und Hunde erforderlich. Der Weg ist auch mit dem Kinderwagen begehbar, wenngleich einige Wurzeln und unebene Stellen zu bewältigen sind. Einige Abschnitte, wie der Weg Schindrgraben zur Wolfsschlucht, sind aktuell aufgrund umgestürzter Bäume nicht passierbar.