Denkmal/Gedenkstätte

Irmgard Dessauer

An d. Schloßmauer 12, 35315 Homberg (Ohm)

Highlights

  • Irmgard Dessauer lebte und wirkte in Homberg (Ohm) und wurde mit einem Stolperstein geehrt.
  • Die Stolpersteinverlegung in Homberg fand erstmals 2018 statt und erinnert an Opfer des Nationalsozialismus.
  • Homberg (Ohm) ist seit 1065 urkundlich erwähnt und verfügt über eine historische Burganlage.

Tipps

  • Das Schlosscafé bietet eine gemütliche Atmosphäre mit Kaminfeuer zum Verweilen.
  • Im oberen Bereich des Schlosses befindet sich ein Kunstmuseum mit wechselnden Ausstellungen.
  • Der naturbelassene Weg um das Schloss lädt zur Ruhe und Besinnung ein.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Irmgard Dessauer

Das Schloss Homberg an der Ohm ist ein geschichtsträchtiges Bauwerk im hessischen Vogelsbergkreis und zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Region. Die Anlage wurde erstmals um das Jahr 1065 erwähnt und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte vom militärischen Zentrum zur repräsentativen Residenz. Noch heute zeugen erhaltene Bauteile aus dem 13. Jahrhundert, darunter der Gewölbekeller unter dem Südflügel und die ehemalige Burgkapelle, von der langen Bau- und Nutzungsgeschichte. Im Zuge mehrerer Umbauten und Erweiterungen entstand ein komplexer Gebäudeensemble, das bis ins 19. Jahrhundert geprägt wurde, ehe das Schloss schließlich in private Hand überging.

Ein besonderer Aspekt der Gedenkstättenkultur am Standort ist die Verlegung von Stolpersteinen durch das Projekt von Gunter Demnig. Diese Gedenksteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, die in Homberg (Ohm) lebten und wirkten. Die erste Verlegung fand im Jahr 2018 statt und würdigte drei Personen, deren Schicksale mit der Stadt verbunden waren. Die Stolpersteine sind Teil einer breiten Initiative, die nicht nur lokale, sondern auch überregionale Erinnerungskultur fördert und sichtbar macht.

Heute wird das Schloss durch den Verein Schlosspatrioten Homberg an der Ohm e.V. gepflegt und erhalten. Dieser engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für den Erhalt des historischen Erbes und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ehrenamtspreis der Denkmalpflege Hessen sowie dem Deutschen Preis für Denkmalschutz. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Schlossareal für Besucher zugänglich zu halten und kulturelle Angebote zu fördern. Dazu gehört auch das Schlosscafé, das in den Räumen des ehemaligen Marstalls untergebracht ist und Besuchern ein Ambiente mit historischem Flair bietet.

Die Atmosphäre rund um das Schloss. Der nahegelegene Schlossgarten bietet eine ruhige Umgebung, die zum Sitzen und Entspannen einlädt. Auch das ehemalige Beinhaus und die Schlossscheune sind Teil des Areals und beherbergen heute kulturelle Einrichtungen, darunter ein kleines Kunstmuseum im Obergeschoss der Scheune. Besonders an kühleren Tagen sorgt ein Kaminfeuer für gemütliche Momente, während Gäste Kaffee und Kuchen genießen können. Die Natur rund um das Schloss ist weitgehend unberührt und prägt das Erscheinungsbild des Areals mit.

Das Schloss Homberg steht somit nicht nur für architektonische und historische Bedeutung, sondern auch für lebendige Kultur und bürgerschaftliches Engagement. Die Kombination aus Denkmalpflege, kultureller Nutzung und Gedenkstättenarbeit macht den Ort zu einem bemerkenswerten Ausflugsziel im Vogelsbergkreis. Die positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher zeigt sich in zahlreichen Bewertungen, die das Schloss mit durchschnittlich 4,5 von 5 Sternen bewerten und sowohl das Ambiente als auch die ruhige Atmosphäre hervorheben.

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