Denkmal/Gedenkstätte

Der Truxhof

Patroklusweg 25, 44229 Hombruch

Highlights

  • Denkmalschutz-Fachwerkhaus aus dem 17./18. Jh. mit Sandsteingiebel im Dortmunder Stadtteil Kirchhörde.
  • Seit 1984 unter Schutz: 4-Ständer-Bau mit historischer Substanz und Konzerthochburg seit 2014.

Tipps

  • Die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen seit 2007 unterstreichen die Einhaltung denkmalschutzrechtlicher Vorgaben, insbesondere bei der Restaurierung der Fachwerkbereiche.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Truxhof Hombruch entdecken

Der Truxhof in Hombruch ist ein historisches Fachwerkhaus, das als regionaltypisches Beispiel des 4-Ständer-Fachwerks mit einem markanten Sandsteingiebel überzeugt. Das Gebäude steht seit 1984 unter Denkmalschutz und gilt als Zeugnis der bauhistorischen Tradition des Raumes. Sein Erhalt wurde zunächst eher zufällig ermöglicht, doch schnell entwickelte sich ein Bewusstsein für den kulturellen Wert des Anwesens.

Die Ursprünge des Truxhofs reichen bis in die frühe Besiedlung der Region zurück. Bereits im 12. Jahrhundert wird der Standort in historischen Urkunden erwähnt – etwa in einer Besitzbestätigung des Erzbischofs Conrad von Köln aus dem Jahr 1253, die von einer „silva Ardeye propre Kirchhurde“ spricht. Diese Hinweise deuten auf eine frühe Nutzung des Geländes hin, möglicherweise sogar als Waldkapelle zur Aufbewahrung von Reliquien. Solche kleinen Kirchenbauten waren typisch für ländliche Siedlungen, die sich in der Nähe von Wäldern wie dem Ardeygebirge entwickelten.

Das Fachwerkhaus selbst spiegelt die handwerkliche Tradition der Region wider, die sich an den verfügbaren Materialien orientierte. Die Rodung der Wälder im Mittelalter hatte zwar den Schiffbau beeinträchtigt, doch die verbleibenden Ressourcen wurden für den Bau von Häusern genutzt. Der Truxhof verkörpert diese Epoche mit seiner konstruktiven Bauweise und dem typischen Giebel aus Sandstein – ein Material, das in der Umgebung leicht zugänglich war.

Seit seiner Übernahme wurde der Truxhof liebevoll restauriert und wiederbelebt. Besonders seit 2014 finden regelmäßig Konzerte auf dem historischen Heuboden statt, die das Gebäude als lebendigen Kulturort präsentieren. Die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen an den Fachwerkbereichen unterstreichen den Respekt vor dem Denkmalschutz und die Bewahrung des baulichen Erbes für zukünftige Generationen.

Als Teil des kulturellen Erbes von Hombruch bietet der Truxhof nicht nur einen Einblick in die regionale Baugeschichte, sondern auch in die Verbindung von Natur und Siedlung. Die historischen Quellen und Fotos des Denkmalamts aus den 1980er Jahren belegen zudem eine mögliche ältere Bebauung des Areals – ein Hinweis darauf, dass der Standort seit Jahrhunderten besiedelt und genutzt wird.

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