Parks & Gärten

Wiechholz

49599 Voltlage

Highlights

  • Das Naturschutzgebiet Wiechholz in Hopsten umfasst 74,73 Hektar und wurde 1989 unter Schutz gestellt.
  • Es beherbergt seltene Waldgesellschaften, Moore und bedrohte Arten wie Wasserfledermaus und Knoblauchkröte.
  • Das Gebiet ist Teil eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung und schützt alte Eichenwälder sowie Moorfragmente.

Tipps

  • Das Naturschutzgebiet Wiechholz ist besonders für seltene Waldgesellschaften und gefährdete Arten wie Wasserfledermaus, Abendsegler, Knoblauchkröte und Moorfrosch von Bedeutung.
  • Das Gelände umfasst auch Moorwälder und alte bodensaure Eichenwälder, die von hoher ökologischer und biogeographischer Bedeutung sind.

Eigenschaften

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Über Wiechholz

Das Wiechholz in Voltlage im Landkreis Osnabrück, Niedersachsen, ist ein Naturschutzgebiet von hoher ökologischer Bedeutung. Es zählt zu den wertvollsten naturnahen Waldflächen der Region und umfasst verschiedene, grundwasserbeeinflusste Waldgesellschaften, die in dieser Form im nordwestdeutschen Tiefland selten geworden sind. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 74 Hektar und gilt seit den 1980er Jahren als geschützt. Es ist sowohl nach Landesnaturschutzrecht als auch im Rahmen der FFH-Richtlinie von Bedeutung.

Im Wiechholz finden verschiedene seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Dazu gehören unter anderem die Wasserfledermaus, der Große Abendsegler, die Knoblauchkröte sowie der Moorfrosch. Diese Arten profitieren von den strukturreichen Waldbeständen, den sonnigen Laichgewässern, alten Bäumen mit Höhlen und Totholzstrukturen. Auch für einige im Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie stehende Vogelarten wie die Heidelerche bietet das Gebiet geeignete Lebensräume. Die Vielfalt an Biotoptypen reicht von bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen bis hin zu Moor- und Bruchwaldflächen mit torfmoosgeprägter Vegetation.

Das Wiechholz ist ein Überrest eines alten, naturnahen Waldes, der in weiten Teilen nicht durch Beweidung, Verheidung oder Nadelholzaufforstung beeinträchtigt wurde. Insbesondere die feuchten Waldabschnitte sind von alten Entwässerungsgräben durchzogen, was eine Herausforderung für den Naturschutz darstellt. Dennoch weist das Gebiet einen hohen Anteil an Altholz auf, darunter alte Eichen, die als wertvolle Biotopstrukturen gelten. Ein großer Rauschbeeren-Bestand zählt zu den botanischen Besonderheiten des Gebietes.

Als Teil eines regionalen Biotopverbundes spielt das Wiechholz eine bedeutende Rolle im landschaftsökologischen Zusammenhang. In der umliegenden, stark landwirtschaftlich geprägten Region ist der Erhalt dieses strukturreichen Waldkomplexes von großer Bedeutung. Gezielte Maßnahmen zur Wiedervernässung und der Schutz bestehender Totholzstrukturen sind wesentliche Elemente der Erhaltung. Das Gebiet trägt damit zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum Schutz gefährdeter Arten bei.

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