Schul- und Stadtteilbibliothek Huckarde
Highlights
- Seit 1982 integriert in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, bietet die Bibliothek Medien und Zugang für Schüler*innen und Huckarder Bürger*innen.
- Enthält eine Saatgutbibliothek mit samenfesten Gemüsesorten und Blumensamen sowie historische Handschriften aus dem 10.–16. Jahrhundert.
- Teil der Stadt- und Landesbibliothek mit Westfälischem Handschriftenarchiv und wertvollen Nachlässen wie Briefen von Beethoven oder Marx.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht einen ungehinderten Besuch für alle Nutzerinnen und Nutzer mit eingeschränkter Mobilität.
- Die Saatgutbibliothek stellt samenfeste Sorten von Gemüse und Blumen zur Verfügung, die für den Anbau im eigenen Garten geeignet sind.
- Ausleihbare Gegenstände wie Werkzeuge oder Spielsachen stehen in der Bibliothek der Dinge zur Verfügung und können temporär genutzt werden.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Bibliothek Huckarde Bibliothek besuchen
Die Schul- und Stadtteilbibliothek Huckarde ist ein vielseitiger kultureller Anlaufpunkt im Dortmunder Stadtteil Huckarde und verbindet seit 1982 Bildungsangebote mit lokaler Geschichte. Eingebettet in das Gebäude der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, richtet sie sich sowohl an Schüler*innen der Einrichtung als auch an die breite Bevölkerung des Stadtteils. Mit einem Medienbestand von über 300.000 Titeln bietet sie ein breites Spektrum an Literatur, Medien und digitalen Ressourcen – von Belletristik über Fachliteratur bis hin zu aktuellen Sachbüchern.
Ein besonderer Schatz der Bibliothek ist das Westfälische Handschriftenarchiv, das wertvolle historische Dokumente bewahrt. Hier finden sich über 50 mittelalterliche Handschriften, darunter ein latines Breviarium aus dem 15. Jahrhundert mit prächtigen Buchmalereien sowie ein Original der Weltchronik von Hartmann Schedel (1493). Auch literarische Nachlässe renommierter Persönlichkeiten wie Gerhart Hauptmann, Thomas Mann oder Rainer Maria Rilke sind hier archiviert, darunter Originalbriefe und Autographe. Besonders herausragend ist der Nachlass Ferdinand Freiligraths, der sogar 13 Briefe von Karl Marx umfasst.
Neben historischen Schätzen bietet die Bibliothek innovative Konzepte wie die Saatgutbibliothek, die samenfeste Gemüse- und Blumensorten für nachhaltiges Gärtnern ausleihen lässt. Zudem steht mit der Bibliothek der Dinge eine Plattform zur Verfügung, um Alltagsgegenstände wie Kameras oder Werkzeuge temporär zu nutzen. Für Forscher*innen und Interessierte sind digitale Recherchetools wie das Kalliope-Portal zugänglich, das Nachlässe und Autographe systematisch erschließt.
Die Bibliothek unterstreicht ihre Rolle als lebendiger Ort des Wissensaustauschs durch Kooperationen mit lokalen Initiativen und kulturellen Einrichtungen. Ob zum Entdecken historischer Dokumente, zum Leihen von Medien oder zum Austausch in thematischen Ausstellungen – die Schul- und Stadtteilbibliothek Huckarde verbindet Tradition mit modernem Bibliotheksmanagement und ist ein zentraler Ort für Bildung und Kultur im Stadtteil.
Mit einem Google-Rating von 4,6 (basierend auf aktuellen Bewertungen) bestätigt die Bibliothek ihre hohe Bedeutung als vertrauenswürdiger Ansprechpartner für alle Altersgruppen. Ob für Schüler*innen, Forscher*innen oder Neugierige – sie bietet ein vielfältiges Programm, das Huckarde zu einem lebendigen Zentrum des kulturellen Lebens macht.