Wilhelm Wagenfeld Haus - Design im Zentrum
Highlights
- Das Wilhelm Wagenfeld Haus zeigt Designklassiker wie die Doppelschale (1955) von chsteiner Plasticwerk oder die Porzellanserie (1972) der Fürstenberg-Manufaktur.
- Alphabetische Ausstellung „Wilhelm Wagenfeld A–Z“ verbindet ikonische Objekte (z. B. *Bauhausleuchte*, *Aschenbecher*) mit neuen Perspektiven auf sein Werk.
- Rollstuhlgerechtes WC und inklusive Führungen machen das Museum barrierefrei zugänglich für alle Besucher:innen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang und das rollstuhlgerechte WC ermöglichen einen ungehinderten Besuch der Dauer- und Sonderausstellungen.
- Die alphabetische Ausstellung ‚Wilhelm Wagenfeld A bis Z‘ zeigt Designobjekte in unerwarteten Kontexten und fördert neue Perspektiven auf klassische Werke.
- Das begleitende Rahmenprogramm mit Führungen, Performances und Workshops vertieft thematische Schwerpunkte und bietet vielfältige Einblicke in aktuelle Kunst- und Designprojekte.
Eigenschaften
Wilhelm Wagenfeld Haus – Designmuseum Bremen
Das Wilhelm Wagenfeld Haus – Design im Zentrum in Bremen ist ein faszinierendes Museum, das sich der Geschichte und Gegenwart des Designs widmet. Benannt nach dem berühmten Bremer Gestalter Wilhelm Wagenfeld, der als einer der prägendsten Designer des 20. Jahrhunderts gilt, bietet das Haus einen einzigartigen Einblick in die Entwicklung des industriellen Designs. Die Sammlung des Museums ist monografisch ausgerichtet und umfasst rund 3.000 Objekte, die Wagenfelds Werk von den 1920er bis in die 1970er Jahre dokumentieren – von ikonischen Leuchten wie der „Bauhausleuchte“ bis zu Alltagsgegenständen wie Besteck und Aschenbechern.
Ein besonderes Highlight ist die Ausstellung „Wilhelm Wagenfeld A bis Z“, die das Werk des Designers durch das Alphabet neu interpretiert. Von „Aladin-Kanne“ bis „Zweckleuchten“ werden die Objekte in unerwarteten Zusammenhängen präsentiert und regen so zu neuen Perspektiven auf Wagenfelds Schaffen an. Dabei werden zentrale Designfragen des 20. Jahrhunderts aufgegriffen, etwa die Beziehung zwischen Form und Funktion oder die Rolle des Designs im Alltag. Das Museum zeigt damit nicht nur Einzelstücke, sondern auch den Einfluss von Wagenfelds Denken auf die moderne Gestaltungswelt.
Neben der Dauerausstellung wechseln regelmäßig Sonderausstellungen das Programm. Dazu gehörten unter anderem die Präsentation von Originalentwürfen aus der Wilhelm Wagenfeld Stiftung, die Einblicke in die Zusammenarbeit mit dem Jenaer Glaswerk oder die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Designstrategien. Auch gesellschaftlich relevante Themen finden hier Raum: Die Wanderausstellung „was ich anhatte“ thematisiert sexualisierte Gewalt und lädt zum Dialog ein, während die Ausstellung „Create with Aarhus“ Brücken zwischen Bremer und dänischem Design schlägt. Ein rollstuhlgerechtes WC steht Besuchern mit besonderen Bedürfnissen zur Verfügung.
Das Wilhelm Wagenfeld Haus verbindet historische Tiefe mit moderner Gestaltungsvielfalt und richtet sich damit an ein breites Publikum – von Designinteressierten bis zu Kulturbegeisterten. Durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops und Performances wird das Museum zu einem lebendigen Ort des Austauschs. Ob als Inspiration für Gestalter oder als spannende Entdeckung für Neugierige: Das Haus beweist, dass Design mehr ist als bloße Ästhetik – es ist ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und ein Werkzeug für Veränderung.
Mit seiner klaren Fokussierung auf Wagenfelds Werk und der Verbindung zu aktuellen Designdebatten steht das Museum in Bremen für eine einzigartige Synthese aus Tradition und Innovation. Es zeigt, wie Design Alltag prägt – und wie Alltag Design neu denken lässt.