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Benkhöfer Bruch

32609 Hüllhorst

Highlights

  • Das NSG Benkhöfer Bruch in Hüllhorst umfasst ein naturnahes Stillgewässer mit angrenzendem Erlen-Bruchwald und Buchenwald.
  • Gefährdete Pflanzenarten wie Carex elongata und Carex vesicaria kommen im Gebiet vor.
  • Das 9,20 Hektar große Schutzgebiet wurde 1993 unter Naturschutz gestellt und ist Teil eines wertvollen Biotopverbundes.

Eigenschaften

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Über Benkhöfer Bruch

Das Naturschutzgebiet Benkhöfer Bruch liegt im nordrhein-westfälischen Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke. Es zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsstrukturen der Region und wurde aufgrund seiner seltenen und wertvollen Biotop-Komplexität unter Schutz gestellt. Das rund 9 Hektar große Gebiet befindet sich westlich von Tengern und südlich von Hüllhorst und erstreckt sich zwischen den Wegen Bruchwiese und Harbruch. Ursprünglich entstand der Bruch durch die Nutzung einer alten Ziegeleigrube, die sich im Laufe der Zeit zu einem feuchten Biotop mit vielfältigen Lebensräumen entwickelte.

Im Zentrum des Naturschutzgebietes steht ein naturnaher, feuchter Erlen-Bruchwald, der durch eine hohe Strukturvielfalt und charakteristische Pflanzengesellschaften gekennzeichnet ist. Zu den typischen Arten zählen seltene Rote-Listen-Pflanzen wie die Spitzbinse (Carex acutiformis), die Langwurzel-Binse (Carex elongata) sowie die Blasen-Binse (Carex vesicaria). Östlich des Bruchwaldes liegt ein Kleingewässer, das im Winter zeitweise austrocknet und von Erlen-, Weiden- und Pappelbeständen gesäumt wird. Im unmittelbaren Umfeld befinden sich zudem Hochstaudenfluren, Feuchtgrünlandflächen und ein strukturreicher mittelalter Buchenwald, der als Waldmeister-Buchenwald klassifiziert ist.

Das NSG Benkhöfer Bruch beherbergt verschiedene Lebensraumtypen, darunter Bruch- und Sumpfwälder, naturnahe Stillgewässer sowie Fettwiesen und Ackerflächen mit ökologischen Ausgleichsflächen. Neben dem Erlenbruchwald mit einer Fläche von etwa 2,34 Hektar gehören auch Buchenmischwald, Laubmischwald und stehende Kleingewässer zu den bedeutenden Biotoptypen. Die Flächen des Naturschutzgebietes sind sowohl durch natürliche Dynamik als auch durch historische menschliche Nutzung geprägt. In der Vergangenheit wurden hier Maßnahmen zur Wiederherstellung von Feuchtgrünland und zur Minimierung landwirtschaftlicher Stoffeinträge ergriffen, um die ökologische Funktionalität des Gebietes langfristig zu sichern.

Das Naturschutzgebiet nimmt im stark landwirtschaftlich geprägten Landschaftsraum eine herausragende Stellung ein. Es dient als Refugial- und Entwicklungsbiotop für Tier- und Pflanzenarten, die an feuchte Lebensräume gebunden sind, und trägt damit zur Stabilisierung des regionalen Biotopverbundes bei. Besonders der Erhalt der feuchten Standortbedingungen sowie die Förderung eines strukturreichen Erlen-Bruchwaldes stehen im Fokus der Schutzmaßnahmen. Die Bedeutung des NSG Benkhöfer Bruch reicht somit über den lokalen Naturschutz hinaus und unterstreicht die Rolle des Gebietes für den Erhalt gefährdeter Lebensräume in Nordrhein-Westfalen.

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