Kirche/Kloster

Wegekreuz

Nideggen, Schmidt Zweifallshammer, 52393 Hürtgenwald

Highlights

  • 1864 verunglückte ein Mühlenknecht auf dem Weg zur Lukasmühle – ein Wegekreuz erinnert daran.
  • Erneuert 1964 von Schreiner Heinrich Jörres, restauriert 2002 durch den Eifelverein Schmidt.
  • Teil der Kulturlandschaft Hürtgenwald, Koordinate 50°41′21.11″N, 6°24′23.65″O

Tipps

  • Das Wegekreuz befindet sich nahe der Lukasmühle und markiert den Ort eines Unfalls mit einem Mühlenknecht aus dem Jahr 1864.
  • Die Errichtung des Kreuzes erfolgte 1964 durch den Schreiner Heinrich Jörres, der es als Gedenkzeichen gestaltete und aufwendig verarbeitete.
  • Die Restaurierung des Denkmals durch den Eifelverein im Jahr 2002 sicherte die historische Substanz und bewahrte die originale Bauweise.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Wegekreuz Hürtgenwald – Sakrale Ausflugsziele

Das Wegekreuz im Hürtgenwald ist eine besinnliche Andachtsstätte, die an ein tragisches Ereignis aus dem Jahr 1864 erinnert. Es steht am Weg zur Lukasmühle, einem historischen Mühlengebäude in der Region, und dient als stille Mahnung an einen Mühlenknecht, der hier sein Leben verlor. Das Kreuz markiert nicht nur einen Ort der Erinnerung, sondern auch eine Verbindung zwischen Natur und Geschichte in der hügeligen Kulturlandschaft des Hürtgenwaldes.

Die erste Erwähnung des Kreuzes fällt in das 19. Jahrhundert, doch seine heutige Gestalt geht auf eine erneute Aufstellung im Jahr 1964 zurück. Damals schuf der Schreiner Heinrich Jörres – auch „Bääre Hein“ genannt – aus Brandenberg eine neue Kreuzanlage, um das Andenken an den verunglückten Arbeiter zu bewahren. Die handwerkliche Qualität und der symbolische Wert des Kreuzes spiegeln den Respekt der damaligen Generation für die Opfer vergangener Zeiten wider.

Das Wegekreuz wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach gepflegt, um seine Bedeutung für die lokale Gemeinschaft zu erhalten. Eine bedeutende Restaurierung erfolgte 2002 durch die Ortsgruppe Schmidt des Eifelvereins, die sich für die Erhaltung historischer und kultureller Stätten in der Region einsetzt. Solche Initiativen unterstreichen die Verbundenheit der Menschen mit den Spuren ihrer Vergangenheit und der Pflege des kulturellen Erbes im Hürtgenwald.

Wer heute an diesem Ort vorbeikommt, findet nicht nur ein einfaches Kreuz, sondern einen stillen Ort der Reflexion. Das Wegekreuz liegt eingebettet in die sanften Hügel und Wälder des Hürtgenwaldes, die selbst nach über einem Jahrhundert noch von der Geschichte der Region erzählen. Es lädt dazu ein, innezuhalten und dem Schicksal des Mühlenknechts zu gedenken – ein Zeichen der Menschlichkeit inmitten der weiten Naturlandschaft.

Das Wegekreuz ist somit mehr als nur ein Denkmal: Es ist ein Teil der Kulturlandschaftspflege und ein Mahnmal für die Verantwortung, die wir gegenüber den Opfern vergangener Generationen tragen. Für Besucher, die sich für die Geschichte und Spiritualität des Hürtgenwaldes interessieren, bietet es eine berührende Möglichkeit, Geschichte greifbar zu machen – fernab von Touristenströmen, aber tief verwurzelt in der lokalen Identität.

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