Alt St. Katharina
Highlights
- Die katholische Pfarrkirche St. Katharina in Alt-Hürth steht unter Denkmalschutz und wurde 1895 konsekriert.
- Der Neubau der Kirche erfolgte 1894 auf einem Schulgarten-Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zur alten Kirche.
- Die neuromanische Basilika hat eine dreischiffige Anlage mit Querschiff, Westturm und Stuckmarmor-Säulen.
Tipps
- Die historische St. Katharina Kirche in Alt-Hürth ist unter Denkmalschutz und lohnt einen Besuch für Architektur- und Geschichteinteressierte.
- In der Umgebung der Kirche befindet sich eine kleine Grünanlage, die ideal für einen ruhigen Spaziergang ist.
- Bei einem Besuch kann auch das benachbarte Pfarrhaus und das Klostergelände entdeckt werden.
Eigenschaften
Über Alt St. Katharina
Alt St. Katharina ist die katholische Pfarrkirche in Alt-Hürth und steht unter Denkmalschutz. Sie gehört zum Katholischen Kirchengemeindeverband Hürth im Pastoralbezirk Mitte der Erzdiözese Köln. Die Kirche hat eine lange Geschichte: Bereits im Mittelalter war sie erwähnt und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war sie jedoch zu klein für die wachsende Gemeinde und zudem in dringendem Sanierungsbedarf. Ein Bauverein sammelte Geld für eine Neugestaltung, was schließlich zum Neubau der Kirche führte. Der Entwurf stammte vom Kölner Baumeister Theodor Roß. Die Konstruktion orientierte sich an neuromanischen Stilmerkmalen und wurde mit Ziegelsteinen errichtet.
Die Architektur der Kirche ist geprägt von einer dreischiffigen Basilika mit Querschiff und einem vorgesetzten Westturm. Die Seitenschiffe werden durch abwechselnde Stuckmarmor-Säulen und Pfeiler vom Hauptschiff getrennt. Die Bögen sind spitzbogig gehalten und repräsentieren den Eklektizismus der Zeit. Neben dem Haupttor im Turm gibt es zwei weitere Eingänge zu den Seitenschiffen sowie einen Zugang vom Querschiff zur Lindenstraße. Im Westen der Kirche befindet sich eine Orgelempore. Der Westturm wird durch einen Treppenturm an der Südwestseite ergänzt, während an der Nordwestecke des Chores eine zweistöckige Sakristei errichtet wurde. Der spitze, sechseckige Turmhelm ist mit einer Turmkugel, einem Kreuz und einem Wetterhahn gekrönt. In den vier Giebeln des Turms sind Zifferblätter der Turmuhr angebracht.
Die Ausstattung der Kirche basiert zum Großteil auf Elementen aus der ehemaligen Alt St. Katharina. Dazu gehören eine barocke Kreuzigungsgruppe sowie Statuen der Heiligen Michael, Katharina und Matthias. Letztere sind besonders verehrte Schutzheilige der Gemeinde. Die Kirche blieb während des Zweiten Weltkriegs weitgehend unbeschadet und wurde zuletzt in einem umfassenden Renovierungsprojekt auf den neuesten Stand gebracht. Die Umgebung der Kirche umfasst eine kleine Grünanlage mit Pfarrhaus und ehemaligem Kloster. Dieser Bereich wird unterschiedlich wahrgenommen: Während einige Besucher die historische Atmosphäre schätzen, kritisieren andere den zunehmenden Verfall und die Nutzung als Treffpunkt für unerwünschte Aktivitäten. Gelegentlich findet hier auch ein kleiner Weihnachtsmarkt statt, der positive Resonanz erfährt.
Die Pfarrgemeinde Alt St. Katharina spielt eine zentrale Rolle im kulturellen und sozialen Leben von Alt-Hürth. Die Kirche dient nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als historisches Zeugnis der regionalen Entwicklung. Ihre architektonische Gestaltung und ihr Erhalt spiegeln das Engagement der Gemeindemitglieder und die Bedeutung des sakralen Erbes im Rhein-Erft-Kreis wider. Die Kirche ist sowohl ein Ort der Andacht als auch ein geschichtsträchtiges Bauwerk, das den Wandel der Region über Jahrhunderte hinweg dokumentiert.