See

Naturschutzgebiet Waldsee

Kloster Burbach 4, 50354 Hürth

Highlights

  • Der Hürther Waldsee entstand 1988 als Tagebaurestsee und liegt im Naturpark Rheinland südlich von Köln.
  • Das Naturschutzgebiet um den Waldsee schützt Lebensräume seltener Arten wie des Bienen-Ragwurz und des Abendseglers.
  • Der See verfügt über Inseln, Flachwasserzonen und Schilfbestände, die als Rückzugsgebiet für Wasservögel dienen.

Tipps

  • Der Hürther Waldsee ist ein Naturschutzgebiet – aufenthalt nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt.
  • Ideal zum Spazieren, Laufen oder Radfahren – ruhige Natur mit schönen Fotomotiven.
  • Der See entstand durch Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben – heute Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Naturschutzgebiet Waldsee

Das Naturschutzgebiet Waldsee in Hürth liegt im südlichen Teil des Rhein-Erft-Kreises in Nordrhein-Westfalen und zählt zu den jüngeren Gewässern der Ville-Seen-Platte. Es entstand im Zuge der rekultivierten Landschaft nach Abschluss des Braunkohleabbaus und ist Teil des Naturpark Rheinland. Der See hat eine Fläche von rund 10,6 Hektar und eine maximale Tiefe von etwa acht Metern. Im Gegensatz zu benachbarten Gewässern wie dem Otto-Maigler-See ist der Waldsee besonders naturnah angelegt, um artenreiche Lebensräume zu fördern.

Ursprünglich als Braunkohlegrube genutzt, entwickelte sich das Gelände ab den späten Jahren des 20. Jahrhunderts zu einem komplex strukturierten Feuchtgebiet mit Inseln, Flachwasserzonen und Tümpeln. Diese Vielfalt an Biotopstrukturen schafft ideale Bedingungen für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Der Waldsee ist überwiegend von einem jungen Mischwald aus Buchen und Erlen umgeben, in dem auch seltene Arten wie der Bienen-Ragwurz beobachtet wurden. Auch geschützte Tierarten wie der Abendsegler, verschiedene Heuschrecken sowie Süßwassermollusken und Wasserkäfer finden hier geeignete Lebensräume.

Das Naturschutzgebiet ist nicht vollständig öffentlich zugänglich, sondern nur an wenigen Stellen über Waldwege erreichbar. Diese Schonung trägt dazu bei, sensible Ökosysteme langfristig zu erhalten. Der See dient als Rückzugsgebiet für Wasservögel und spielt eine wichtige Rolle im Landschaftsverbund südlich von Köln. Seit den 1990er Jahren wird am Gewässer zudem eine Langzeitstudie zur natürlichen Entwicklung der Fischfauna durchgeführt, die Erkenntnisse zur ökologischen Nachbesiedlung von Rekultivierungsflächen liefert.

Die Gegend um den Waldsee bietet eine ruhige Atmosphäre und ist besonders bei Naturbeobachtern, Spaziergängern und Radfahrern beliebt. Die dichte Waldumgebung und die Nähe zum ehemaligen Kloster Marienborn laden zu entspannten Aufenthalten ein. Obwohl das Gelände ursprünglich aus Tagebauresultaten entstand, hat sich die Landschaft in den vergangenen Jahren deutlich verändert und bietet heute ein differenziertes ökologisches System. Zukünftig soll das Gebiet durch Projekte wie RegioGrün weiter an Bedeutung als Naturschutzfläche gewinnen.

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