Kirche/Kloster

Kirche Johannes der Täufer

Kirchengemeinde Hummelshain, Am Alten Schloss 4, 07768 Hummelshain

Highlights

  • Kirche St. Johannes des Täufer in Hummelshain mit neugotischer Architektur und Chorfenstern mit Christus, Johannes dem Täufer und Jesaja.
  • Die Kirche verfügt über ein Altarretabel aus einer Saalfelder Werkstatt mit der Kennzeichnung 1491.
  • Ursprüngliche Glocken wurden in den Weltkriegen eingeschmolzen, heute rufen zwei Bronzeglocken zum Gottesdienst.

Tipps

  • Die zwei Bleikristallfenster hinter dem Altar sind sehenswert.
  • Die Orgel aus dem Jahr 1794 lohnt sich bei einem Besuch.
  • Das geschnitzte Altarretabel im Anbau ist kunstvoll gestaltet.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kirche Johannes der Täufer

Die evangelische Kirche Johannes der Täufer in Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis ist ein sakraler Ort von besonderer architektonischer und kulturhistorischer Bedeutung. Die heutige Kirche mit ihrem markanten Ostchor und Westturm wurde an der Stelle errichtet, wo zuvor eine Vorgängerinnen stand, die vor 1894 abgerissen wurde. Die neugotische Bauweise der Kirche harmoniert mit dem nahegelegenen herzoglichen Jagdschloss und prägt das Ortsbild von Hummelshain maßgeblich mit.

Das Innere der Kirche überzeugt durch kunstvolle Gestaltung und historische Wertigkeit. Besonders erwähnenswert sind die Chorfenster, die neben Christus auch die Propheten Jesaja und Johannes den Täufer darstellen – letzterer gibt der Kirche ihren Namen. Im Anbau, der einst als herrschaftliche Loge genutzt wurde, befindet sich heute ein wertvolles Altarretabel aus einer Saalfelder Werkstatt. Das Retabel verfügt über zwei bewegliche Flügel und trägt das Datum 1491. Auch die Orgel ist ein bemerkenswertes Zeugnis der Handwerkskunst: Sie wurde ursprünglich erbaut, als noch die alte Kirche stand, und später an den neugotischen Stil des Neubaus angepasst.

Die Geschichte der Kirchenglocken ist eng mit den Wirren des 20. Jahrhunderts verbunden. Die ursprünglichen Glocken wurden in den Weltkriegen eingeschmolzen. Als Ersatz dienten ab 1956 Stahlglocken, die jedoch bereits um das Jahr 2000 stark beschädigt waren. Seit 2003 rufen zwei neue Bronzeglocken die Gemeinde zum Gottesdienst und zum Gebet. Die alten Stahlglocken sind heute vor dem Hauptportal der Kirche ausgestellt und erinnern eindrucksvoll an diese Geschichte.

Besucher der Kirche Johannes der Täufer berichten von einer überraschend eindrucksvollen Atmosphäre. Besonders die Bleikristallfenster im Chorbereich sowie die kunstvolle Orgelgestaltung hinter dem Altar gelten als sehenswert. Auch die akustischen Eigenschaften der Kirche, insbesondere im Hinblick auf die Orgel, hinterlassen bei Besuchern einen bleibenden Eindruck. Die Kirche lädt nicht nur zum Besuch eines Gottesdienstes ein, sondern auch zu einer stillevollen Besichtigung und besinnlichen Zeit.

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