Denkmal/Gedenkstätte

Jüdischer Friedhof Wittlich

Rommelsbach, 54534 Wittlich

Highlights

  • Jüdischer Friedhof Wittlich seit spätestens 1670 – älteste erhaltene Grabsteine aus 1672.
  • Letzte Bestattungen 1940/41; Gräber chronologisch nach Todestag angelegt, versteckte Steine rechts.

Tipps

  • Der Friedhof zeigt Grabsteine, die chronologisch nach dem Todestag der Verstorbenen angeordnet wurden, beginnend ab dem späten 17. Jahrhundert.
  • Auf der rechten Seite des Geländes befinden sich zwei der ältesten erhaltenen Grabsteine aus dem Jahr 1672, die als historische Zeugnisse gelten.
  • Die Anlage der Gräber erfolgte in einer traditionellen Reihenfolge, wobei das jüngste Doppelgrab von 1940 und 1941 für Emma Mendel und Berta Sänger zu finden ist.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Jüdischer Friedhof Wittlich – Kulturdenkmal

Der Jüdische Friedhof Wittlich ist ein bedeutendes historisches Denkmal und ein stiller Ort der Erinnerung in der Moselstadt Wittlich. Er wurde spätestens im Jahr 1670 angelegt und zählt damit zu den ältesten jüdischen Friedhöfen in der Region. Die Anlage spiegelt die jahrhundertelange Geschichte der jüdischen Gemeinde Wittlich wider, die eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden war.

Besonders hervorzuheben sind die ältesten erhaltenen Grabsteine aus dem Jahr 1672, die sich versteckt auf der rechten Seite des Friedhofes befinden. Sie sind Zeugnisse der frühen jüdischen Präsenz in Wittlich und dokumentieren die Tradition der jüdischen Bestattungskultur. Die Gräber wurden in chronologischer Reihenfolge nach dem Todestag der Verstorbenen angelegt, was die historische Kontinuität der Gemeinde sichtbar macht.

Die letzte dokumentierte Beisetzung fand 1940 und 1941 statt, als Emma Mendel und Berta Sänger ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof fanden. Diese späten Grabsteine erinnern an die tragische Geschichte der jüdischen Bevölkerung während der NS-Zeit und unterstreichen die Bedeutung des Ortes als Mahnmal. Forschungen zu diesem Friedhof wurden von lokalen Historikern wie Hans-Joachim Lang und Maria Wein-Mehs durchgeführt, deren Werke in der Stadtbibliothek Wittlich eingesehen werden können.

Der Friedhof ist ein Ort der Besinnung und des Gedenkens, der Einblicke in die jüdische Geschichte der Region bietet. Er steht im Kontext der Synagoge Wittlich, die ebenfalls ein wichtiger Teil der jüdischen Gemeindegeschichte ist. Als historisches Denkmal lädt der Friedhof dazu ein, die Spuren der Vergangenheit zu erkunden und die kulturelle Vielfalt der Stadt zu würdigen.

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