Denkmal/Gedenkstätte

Schiefes Haus

Rodergasse 1/3, 65510 Idstein

Highlights

  • Das Schiefe Haus in Idstein ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit vier Stockwerken und zwei Zwerchgiebeln.
  • Es liegt neben dem Rathaus im ehemaligen Halsgraben der Burg Idstein und trägt die Adressen Rodergasse 1/3.
  • Das Gebäude entstand um 1727, wurde später saniert und ist heute Teil des Rathauses.

Tipps

  • Das Schiefe Haus befindet sich am König-Adolf-Platz direkt neben dem Rathaus in Idstein.
  • Das Gebäude ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit vier Stockwerken und zwei Zwerchgiebeln.
  • Aufgrund seiner markanten Schieflage und blauen Farbe ist es ein beliebter Fotostopp in der Altstadt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Schiefes Haus

Das Schiefe Haus in Idstein ist ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, das durch seine markante Schiefstellung und leuchtend blaue Fassade zur bekannten Sehenswürdigkeit der Stadt geworden ist. Es prägt den König-Adolf-Platz und befindet sich direkt neben dem Rathaus im ehemaligen Bereich des Halsgrabens der Burg Idstein. Das Gebäude vereint architektonische Eigenarten verschiedener Epochen und zählt heute zu den kulturellen Highlights der Altstadt.

Das viergeschossige Gebäude mit zwei Zwerchgiebeln und einem schmalen Mansarddach zeigt konstruktive Merkmale, die den Übergang vom traditionellen Handwerk zur modernen Ingenieursbauweise verdeutlichen. Ursprünglich als Putzbau errichtet, wurde das Fachwerk in den 1920er Jahren sichtbar gemacht, was das Erscheinungsbild des Hauses grundlegend veränderte. Die doppelte Hausnummer – 1 und 3 – geht auf historische Bauphasen und unterschiedliche Eigentümer zurück, die im Laufe der Jahrhunderte zu baulichen Erweiterungen und Umbauten führten.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde ein Vorgänger des Gebäudes im Jahr 1627. Im 18. Jahrhundert wurde es zum Wohnhaus des Majors Johann Jacob Nicoley umgebaut, später diente ein Teil des Hauses als Apotheke. Weitere Besitzer nutzten das Gebäude vielfältig, ehe es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umfassend saniert wurde. Von 1995 bis 1997 erfolgten weitere Restaurierungsarbeiten, die das äußere Erscheinungsbild stabilisierten und denkmalpflegerisch sicherten. Seitdem ist das Schiefe Haus integraler Bestandteil des Rathauses.

Die Ursache für die sichtbare Schiefstellung wird auf architektonische und konstruktive Fehler bei der Errichtung zurückgeführt. Obwohl die genauen Gründe nicht vollständig geklärt sind, wird angenommen, dass statische Unzulänglichkeiten im Zuge ambitionierter Bauvorhaben entstanden. Heute ist das Gebäude ein ruhiger, aber auffälliger Zeuge der Idsteiner Stadtgeschichte und zieht Besucher durch seine ungewöhnliche Optik und Farbgebung an.

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