Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die Kuratiekirche Maria Himmelfahrt in Nantesbuch wurde 1840 geweiht und ist Teil der Pfarrei St. Vitus Iffeldorf.
- Der neuromanische Kirchenbau entstand nach dem Abriss einer älteren Salvator-Kapelle und erhielt umfangreiche Umbauten im 20. Jahrhundert.
- In den 1980er Jahren begannen umfassende Renovierungsarbeiten, die bis 2015 dauerten und unter anderem Dach, Innenraum und Orgel umfassten.
Tipps
- Bei Besuchen im Winter sollte mit mäßigen Raumtemperaturen gerechnet werden, da die Kirche nicht zentral beheizt ist.
- Die nahegelegene Pfarrkirche St. Vitus in Iffeldorf bietet weitere Einblicke in die regionale Kirchengeschichte und ist fußläufig erreichbar.
Eigenschaften
Über Mariä Himmelfahrt
Die Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich im Penzberger Ortsteil Nantesbuch und ist Teil der Pfarrei St. Vitus Iffeldorf im Landkreis Weilheim-Schongau in Bayern. Ursprünglich als Salvator-Kapelle errichtet, entstand an dieser Stelle ab dem Jahr 1837 ein neuer Kirchenbau, der drei Jahre später geweiht wurde. Die Kirche steht unter dem Patrozinium der Aufnahme Mariä in den Himmel und ist ein wichtiger sakraler Ort der Region.
Der Baustil der Kirche ist neuromanisch. Sie besteht aus einem flachgedeckten Saalbau mit rechteckigem Chor und polygonaler Sakristei, darüber ein Satteldach. Am nördlichen Ende schließt sich ein Turm mit Spitzhelm an, der ursprünglich aus Holz gebaut wurde, später durch einen steinernen Ersatz ersetzt wurde. Über dem Eingangportal im Osten zeigt sich ein Rundbogenfries, der den architektonischen Charakter des Gebäudes unterstreicht. Die schlichte, dennoch klare Formensprache prägt das Erscheinungsbild des Gotteshauses.
Die Innenausstattung ist geprägt von Werken des 18. und 19. Jahrhunderts. Über dem Hauptaltar befindet sich ein Gemälde der Maria Immaculata mit den Assistenzfiguren der Heiligen Benedikt und Leonhard. Gegenüber der Kanzel ist eine Darstellung der Schmerzhaften Mutter unter dem Kreuz angebracht. Die klassizistischen Treibarbeiten an Kanontafeln, Leuchtern und einem ehemaligen Tabernakel stammen von Hubert Carl Rettenböck. Im Zuge umfangreicher Renovierungsarbeiten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden unter anderem die Innenräume farblich überarbeitet, die Elektrik erneuert und eine Heizung installiert.
Die Geschichte der Glocken ist geprägt von Kriegseinwirkungen. Mehrfach mussten die ursprünglichen Exemplare aufgrund von Konflikten eingeschmolzen oder zerstört werden. Heute erklingen zwei neuere Glocken, die in den 1950er Jahren gegossen wurden. Die Kirche dient weiterhin als Kuratiekirche und bleibt ein Ort der Andacht und des kirchlichen Lebens im ländlichen Raum zwischen Iffeldorf und Penzberg.