Reuerinnenkloster Trier
Highlights
- Der Konvent St. Josef in Trier wurde 1998 im ehemaligen St. Josefskloster der Redemptoristen eröffnet.
- Die Schwestern leben direkt neben der Mutterhauskirche St. Josef und beten täglich für die Anliegen der Kirche und der Menschen.
- Im April 2010 wurde ein Erweiterungsbau fertiggestellt, der Platz für dreißig pflegebedürftige Schwestern bietet.
Tipps
- Besucher können die tägliche Andacht in der Mutterhauskirche St. Josef erleben und dabei sein.
- Der Erweiterungsbau bietet Raum für Begegnungen mit Schwestern und Einblicke in das Gemeinschaftsleben.
- Interessierte finden Informationen zum Weg ins Kloster sowie zum spirituellen Leben der Borromäerinnen.
Eigenschaften
Über Reuerinnenkloster Trier
Das Reuerinnenkloster in Trier, auch bekannt als Kongregation der Borromäerinnen, befindet sich im historischen Gebäudekomplex am Krahnenstraße. Es ist ein Ort tief religiöser Tradition und geistlicher Lebenspraxis, der seit dem 19. Jahrhundert als Mutterhaus der Gemeinschaft dient. Die Anfänge des Ordens reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert, als die Kongregation des Heiligen Karl Borromäus in Nancy gegründet wurde. Im Laufe der Zeit breitete sich die Gemeinschaft in verschiedene Länder aus, darunter auch Deutschland, wo sie sich etablierte und weiterentwickelte.
Das Klostergebäude selbst hat eine wechselvolle Geschichte: Ursprünglich von Benediktinern bewohnt, ging es im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene kirchliche Institutionen über, darunter die Jesuiten und später die Alexianer-Brüder. Nach seiner Enteignung während der Säkularisation wurde es 1849 offiziell zum Mutterhaus der Borromäerinnen in Deutschland. Heute beherbergt es neben dem Konvent St. Josef auch die Mutterhauskirche St. Josef, in der die Schwestern ihren sakramentalen und liturgischen Dienst verrichten.
Die Borromäerinnen leben nach den spirituellen Grundlagen des Heiligen Karl Borromäus, der für seine reformatorische Tätigkeit innerhalb der katholischen Kirche bekannt war. Ihr Leben ist geprägt von Gebet, Stille und Fürbitte. Die Schwestern tragen im täglichen Rhythmus die Anliegen der Kirche, der Gemeinschaft und vieler Einzelpersonen vor Gott. Neben dem Gebet unterstützen sie sich gegenseitig im Alltag und übernehmen verschiedene Aufgaben innerhalb des Klosters, darunter den Sakristeidienst in der Kirche sowie die Betreuung älterer Ordensschwestern.
Im Jahr 1998 wurde der Konvent St. Josef als zweiter Mutterhauskonvent eröffnet, um den Bedürfnissen einer wachsenden Zahl älterer Schwestern gerecht zu werden. Mit dem Bau eines Erweiterungstraktes im Jahr 2010 entstand Platz für pflegebedürftige Schwestern, die in einem eigenen Bereich betreut werden. Dieser Teil des Klosters ist eng mit dem benachbarten Haus Maria Frieden verbunden, das ebenfalls der Pflege und Betreuung dient. Die Borromäerinnen in Trier sind Teil einer internationalen Föderation, zu der auch selbständige Kongregationen in anderen Ländern gehören.