Hagnauer Museum
Highlights
- Das Hagnauer Museum zeigt von Mai bis Oktober 2026 eine Sonderausstellung zu den historischen Radhauben der Bodenseeregion.
- Es informiert über die Ortsgeschichte von der Steinzeit bis zur Neuzeit, darunter Seegfrörne und Weinbau.
- Das Museum befindet sich im ehemaligen Rathaus und wird vom Heimat- und Geschichtsverein Hagnau e.V. betrieben.
Tipps
- Eintritt ist frei, lohnt sich besonders für Kurzbesuche bei Urlaubsaufenthalten in Hagnau.
- Barrierefreier Zugang ist möglich, private Führungen können auf Anfrage gebucht werden.
Eigenschaften
Über Hagnauer Museum
Das Hagnauer Museum befindet sich im bodenseeumliegenden Hagnau am Bodensee, im Rathaus des Ortes, das einst die Hofmeisterei des Klosters Weingarten beherbergte. Träger des Museums ist der Heimat- und Geschichtsverein Hagnau e.V., der für die Konzeption der Ausstellungen sowie die Organisation von Veranstaltungen verantwortlich ist. Die Räume bieten wechselnde und dauerhafte Präsentationen zur Geschichte des Fischer- und Winzerdorfes – von der Steinzeit bis zur Neuzeit. Besucher erhalten Einblicke in lokale Traditionen, historische Ereignisse und das kulturelle Erbe der Region.
Eine der derzeitigen Schwerpunktausstellungen widmet sich den sogenannten Radhauben, faszinierenden Kopfbedeckungen der Trachtenträgerinnen aus der Bodenseeregion, Vorarlberg und Oberschwaben. Die Exponate reichen von historischen Exemplaren bis hin zu modernen Schöpfungen und verdeutlichen die handwerkliche Kunstfertigkeit und kulturelle Bedeutung dieser Schmuckstücke. Die Ausstellung beleuchtet sowohl die Herstellung als auch die symbolische Rolle der Radhauben im gesellschaftlichen Leben der Region.
Zu den ständigen Bestandteilen der Sammlung zählen unter anderem Funde aus der stein- und bronzezeitlichen Pfahlbausiedlung in Hagnau, historische Urkunden wie das Ämterbuch aus dem 16. Jahrhundert sowie das Hagnauer Urbar aus dem 18. Jahrhundert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Seegfrörnen, den Eisprozessionen auf dem Bodensee, die seit dem 16. Jahrhundert stattfanden und zuletzt 1963 dokumentiert wurden. Auch die Geschichte des Winzervereins Hagnau und die Persönlichkeiten des Ortes, darunter der Pfarrer und Schriftsteller Heinrich Hansjakob sowie der Kölner Maler Stefan Lochner, werden präsentiert.
Das Museum beherbergt zudem eine umfangreiche Sammlung an Gemälden der Malerfamilie Zimmermann, darunter Werke von Reinhard Sebastian Zimmermann und seinen Nachkommen. Ebenso vertreten sind die künstlerischen Arbeiten von Julius und Lisbeth Bissier, die über mehrere Jahrzehnte in Hagnau lebten. Neben diesen dauerhaften Präsentationen finden regelmäßig Wechselausstellungen statt, die unterschiedliche Aspekte der regionalen und überregionalen Kunst und Kultur widerspiegeln.
Das Hagnauer Museum ist barrierefrei zugänglich und verzeichnet ein hohes Gästebewertungsniveau. Die Eintrittsfreiheit ermöglicht einen ungezwungenen Besuch, der sowohl für Kurzbesuche als auch für intensivere Auseinandersetzungen mit der lokalen Geschichte geeignet ist. Die Öffnungszeiten richten sich saisonal aus, wobei die Besucher über die Website des Museums über aktuelle Termine informiert werden können.